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Bernhard Haluschak
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Juli 20, 2010
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Test - Acronis Disk Director 11 Home 2010

Der Wunsch, die Partitionen einer Festplatte ohne Datenverlust neu zu konfigurieren, ist keine Seltenheit. Acronis bietet mit dem Disk Director 11 Home ein entsprechendes Programm an, das aber auch weitaus mehr kann. Unser Test zeigt, was das Programm in der Praxis leistet.

Bei der Neueinrichtung eines Rechners stellt die Konfiguration einer Festplatte den Anwender vor kein großes Problem. Entsprechende Assistenten des Betriebssystems übernehmen diese Aufgabe: Die Festplatte ist leer, und bestehende Daten müssen nicht berücksichtigt werden. Komplex wird es erst, wenn bei einem komplett installierten System eine geänderte Partitionierung erforderlich ist.

Dann sind die Spezialisten unter den Partition-Managern gefragt. Doch eine Gewähr, dass die Neuverteilung des Festplattenplatzes wirklich ohne Datenverlust klappt, kann kein Hersteller geben. Daher ist vor der Manipulation der Partitionen ein aktuelles Backup zumindest der wichtigsten Dokumente auf jeden Fall Pflicht.

Laut Acronis unterstützt der Disk Director 11 Home als Storage-Hardware alle gängigen Speichergeräte. Dazu zählen unter anderem lokale Festplatten, Netzlaufwerke und externe Speichergeräte, die über USB, FireWire oder LAN angebunden sind. Die Acronis-Partitions-Management-Software arbeitet mit den Betriebssystemen Windows 7, Windows Vista und Windows XP. Wir haben in einem Test die wichtigsten Funktionen von Acronis Disk Director 11 Home praxisnah untersucht.

Installation und Bedienung

Die Installation von Acronis Disk Director 11 Home gestaltet sich relativ einfach. Nach dem Einlegen der CD startet das automatische Setup und führt den Benutzer durch die Installation. Wer die volle Funktionalität mit der Boot-Manager-Option nutzen will, sollte während der Installation den Registrierungsschlüssel zur Hand haben.

Gleich nach dem Start der neuen Version von Disk Director fällt die übersichtliche Bedienoberfläche ins Auge. Die verschiedenen Partitionstypen sind farblich gekennzeichnet und somit leichter zu unterscheiden. Veränderungen lassen sich über die gut strukturierte Menüführung und die Aktionsübersicht beziehungsweise Log-Datei ohne größere Stolpersteine vornehmen.

Die ausstehenden Aktionen beziehungsweise die vom Anwender initiierten Aufgaben werden vom Programm unmittelbar so angezeigt, als seien die Aktionen bereits ausgeführt worden. Damit allerdings die ausstehenden Aktionen durchgeführt werden, muss der Nutzer diese unter dem entsprechenden Aktions-Button manuell ausführen lassen. Wird das Programm ohne Ausführung der offenen Aktionen beenden, werden diese alle verworfen.

Selbst unerfahrene Anwender sollten mit der Schnittstelle zurechtkommen, da das Programm sehr intuitiv bedienbar ist und bei Bedarf die integrierte Hilfe gute Dienste leistet. Die ausführliche Online-Hilfe geht dabei auch auf mögliche Probleme und Inkompatibilitäten zwischen verschiedenen Betriebssystemen und Dateisystemen ein.

Partitionen konfigurieren und ändern

Die Größenänderung der Festplattenpartition erfolgt komfortabel über einen Dialog, der die einzelnen, auf der Festplatte vorhandenen Partitionen farblich kennzeichnet. Für jede Partition ist zudem ersichtlich, wie viel Platz noch frei ist, wie groß sie also mindestens bleiben muss.

Wir haben diese Funktionen ausgiebig getestet und konnten keine gravierenden Mängel feststellen. Die grafische Oberfläche des Programms informiert den Anwender jederzeit über den Zustand der Partitionen sowie über den Fortschritt der Tasks.

Zu den Grundfunktionen des Programms zählen: eine Partition erstellen, eine Volume-Größe ändern, ein Volume kopieren, verschieben, zusammenführen, formatieren, löschen, aufteilen, Bezeichnung ändern, einen Laufwerksbuchstaben ändern, ein Volume von Primär zu Logisch und umgekehrt konvertieren und ein Volume aktiv setzen.

Als Sonderfunktionen bietet der Disk Director die Möglichkeit, die Inhalte von Volumes zu durchsuchen, ein Volume auf Fehler zu prüfen und Partitionen zu defragmentieren. Alle diese Grundfunktionen der Acronis-Software durchliefen unseren Test ohne Beanstandungen.

Bestehende Partitionen konvertieren

Acronis Disk Director 11 Home kann mit einer Fülle von unterschiedlichen Partitionen umgehen. Änderungen können dabei direkt über das linke Auswahlmenü vorgenommen werden. Allerdings ist dann immer ein Neustart notwendig. Positiv bei der Arbeit mit dem Disk Director ist, das die Daten auf dem Storage in der Regel erhalten bleiben.

Neben den Standardfunktionen besitzt das Programm auch erweiterte Partitionsoptionen, zum Beispiel einen Partitionstyp ändern beziehungsweise in ein anderes Partitionsformat konvertieren, eine Spiegelung einer Partition hinzufügen beziehungsweise entfernen oder ein gespiegeltes Laufwerk aufbrechen. Auch das Klonen von MBR-Partitionen kann die Software durchführen, und das unabhängig von der Größe des Quell- oder Ziellaufwerkes. Allerdings muss genügend freier Speicherplatz vorhanden sein.

Wir haben die Konvertierungsfunktionen getestet. Dabei haben wir eine zirka 30 GByte große FAT32-Partition eines Notebooks in eine NTFS-Partition konvertiert. Die Aufgabe wurde vom Programm korrekt und problemlos durchgeführt.

Weitere Details und Programmfunktionen

Das Programm Acronis Disk Director 11 Home stellt dem Anwender folgende weiterführende Funktionen zur Verfügung. Diese haben wir ebenfalls in unserem Test untersucht - offensichtliche Mängel oder verdeckte Funktionseinschränkungen konnten wir nicht feststellen.

  • Unterstützung dynamischer Datenträger für entsprechende Betriebssysteme: Dynamische Datenträger bieten mehr Funktionalität, da die Volumes über mehrere Festplatten verteilt werden können.
  • Unterstützung von GPT-Festplatten: Mit GPT-Festplatten kann der Anwender Partitionen von über 2 TByte erstellen und Festplatten mit entsprechenden Funktionen zusätzlich gegen Datenverlust schützen.
  • Hinzufügen oder Aufteilen gespiegelter Volumes für entsprechende Betriebssysteme: Damit lässt sich unter anderem die Fehlertoleranz der Basis- oder einfachen Volumes durch Hinzufügen eines Spiegels erhöhen. Falls der Anwender den zusätzlichen, nicht zugewiesenen Speicherplatz auf einer Festplatte benötigt, auf der sich einer der Spiegel befindet, kann er diesen Volume-Spiegel problemlos entfernen.
  • Verteilung des Volumes über mehrere physische Festplatten: Damit lässt sich eine Optimierung des Systems durch Kombination von freiem Speicherplatz auf unterschiedlichen Festplattenlaufwerken erreichen, um größere Volumes zu erstellen.
  • Konvertierung von Basisfestplatten in dynamische und umgekehrt: Mit der Konvertierung der bestehenden Basisfestplatten in dynamische Festplatten erzielt der Anwender mehr Zuverlässigkeit beim Speichern von Daten.
  • Konvertierung der MBR-Festplatten in GPT-Festplatten und umgekehrt: Das kann notwendig sein, wenn der Anwender mehr als vier primäre Volumes auf einem Laufwerk benötigt oder ein Volume erstellt werden muss, dessen Größe 2 TByte übersteigt.

Acronis Bootable Media Builder

Acronis stellt den Disk Director auch als bootfähige Version zur Verfügung, die von einem bootfähigen Medium ohne Start eines Betriebssystems ausgeführt werden kann.

Ein bootfähiges Medium kann ein physikalisches Medium sein wie eine CD, eine DVD, ein USB-Laufwerk oder ein anderes Medium, das vom BIOS eines Rechners als Boot-Gerät unterstützt wird. Das Boot-Medium kann auf jedem entsprechend ausgestatteten Computer starten und ermöglicht es, den Disk Director in einer Linux-basierten Umgebung oder unter Windows Preinstallation Environment (WinPE) auszuführen - also ohne die Hilfe eines bereits vorhandenen Betriebssystems.

Der Anwender kann ein bootfähiges Medium durch Verwendung des Acronis Bootable Media Builder erstellen. Acronis Bootable Media Builder bietet auch die Möglichkeit, die ISO-Datei einer bootfähigen Disc erst einmal auf einem anderen Laufwerk zu speichern. Wir haben in einem Test die Boot-Funktion mit einen USB-Stick untersucht. Nach entsprechender Konfiguration bootete das PC-System direkt vom Stick und startete automatisch die Acronis-Software, und das ohne Unterstützung durch das Betriebssystem.

Acronis Boot-Manager

Der integrierte Boot-Manager heißt bei Acronis OS Selector. Dieser erlaubt die einfache Nutzung mehrerer Betriebssysteme oder entsprechender Konfigurationen auf einem Computer. Mit dem Acronis OS Selector lassen sich neben der Installation mehrerer unterschiedlicher Betriebssysteme auf einem einzelnen Rechner auch installierte Betriebssysteme von jedem Volume eines Basislaufwerks vom Typ "MBR'" laden oder Systeme von CD/DVD sowie USB-Sticks booten.

Zu den Grundfunktionen des Acronis OS Selectors zählen Optionen wie installierte Betriebssysteme aus Windows heraus laden, mehrere Betriebssysteme auf einem einzelnen Volume installieren und ein Betriebssystem auf einem Rechner per Kennwort verstecken oder schützen. Zusätzlich lassen sich installierte Betriebssysteme duplizieren und für jede dieser Kopien unterschiedliche Konfigurationen definieren.

Nach dem Start des Boot-Managers zeigt das Programm im Hauptfenster eine Liste aller zum Starten auf dem System verfügbaren Betriebssysteme. Der OS Selector ist in der Lage alle installierten Betriebssysteme automatisch zu ermitteln, was in unserem Test auch gelang. Die Software listet diese beim Start des Rechners im Boot-Menü auf - ebenso unter Windows im Hauptfenster des Acronis OS Selectors. Wenn eine bootfähige CD/DVD oder ein USB-Stick eingelegt ist, werden auch diese erkannt und ebenfalls im Boot-Menü beziehungsweise Hauptfenster angezeigt. Dabei können die Medien ein Betriebssystem oder anderes bootfähiges Programm enthalten.

Fazit

Die Software Acronis Disk Director 11 Home hinterlässt nach dem Test einen durchweg guten Eindruck. Es läuft stabil, erledigt alle Testaufgaben ohne Schwierigkeiten und ist einfach zu bedienen. Die Oberfläche ist intuitiv gestaltet, sodass sich der Anwender nicht lange einarbeiten muss.

Die Aufgaben wie Partitionen ändern, löschen oder neu aufteilen verrichtet das Programm fehlerfrei. Auch Volumes verschieben, kopieren oder zusammenführen meisterte der Disk Director 11 Home anstandslos und korrekt. Ein großes Plus ist dabei, dass bestehende Daten auf dem Storage erhalten bleiben und nicht gelöscht werden.

Darüber hinaus bietet das Programm zahlreiche nützliche Funktionen wie das Erstellen von dynamischen Festplatten, die Installation mehrerer Betriebssysteme (Boot-Manager) oder das Klonen von Festplatten sowie das Erstellen von Boot-Medien. Zusätzlich unterstützt die Software das Handling mit gespiegelten Volumes, um Speicherplatz hinzuzufügen, zu entfernen oder aufzuteilen. Auch das Konvertieren in verschiedene Partitionsformate beherrscht das Programm tadellos. Mit dem integrierten Tool Recovery Expert lassen sich sogar gelöschte Partitionen in einem gewissen Rahmen wiederherstellen. Darüber hinaus kann man Volumes auf Fehler prüfen oder bei Bedarf defragmentieren. Wer viel mit Festplatten arbeitet und oft Storage-Partitionen ändern muss, für den ist das Programm ideal und empfehlenswert. Der einzige Wermutstropfen der Software sind allerdings die häufigen Systemneustarts, die nötig sind, um die Änderungen zu aktualisieren.

Der empfohlene Verkaufspreis für die neue Version 11 des Acronis Disk Directors liegt bei etwa 40 Euro. Zum Lieferumfang gehören eine deutsches Schnellstartanleitung, die Disk-Director-Programm-CD sowie eine Online-Registrierkarte. (hal)


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