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Christoph Lange
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Dezember 08, 2011
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Schnelle Image-Sicherung für VMware

Acronis bietet mit Vmprotect 6 eine Backup-Lösung für VMware-Umgebungen an, die Image-Sicherungen von virtuellen Maschinen (VMs) durchführt. Mithilfe der Images lassen sich sowohl einzelne Dateien und Verzeichnisse als auch vollständige VMs schnell wiederherstellen.

Der Spezialist für Image-Backups Arconis hat mit VMprotect 6 eine Backup-Lösung entwickelt, die auf die Sicherung und Wiederherstellung von virtuellen Rechnern in VMware-Umgebungen spezialisiert ist. Durch den Image-Ansatz lassen sich Sicherungen kompletter virtueller Maschinen in relativ kurzer Zeit durchführen. Auch die Wiederherstellung ist schnell möglich, wobei der Administrator wahlweise den kompletten Rechner oder einzelne Dateien und Verzeichnisse zurücksichern kann.

Acronis bietet für die Installation von VMprotect 6 zwei Varianten an. Bei der Windows-Version wird der VMprotect-Agent auf einer Windows-Workstation oder einem Windows-Server installiert. Alternativ ist die Backup-Lösung auch als Virtual Appliance erhältlich, die auf ESX-Servern ab der Version 4.0 lauffähig ist. Die Appliance bietet den Vorteil, dass keine Lizenzkosten für das Betriebssystem anfallen. VMprotect 6 benötigt keine Agenten auf den virtuellen Maschinen. Die Sicherung der Systeme erfolgt über die Vsphere-Schnittstellen Vstorage API for Data Protection (VADP) und VMware Changed Block Tracking.

Schnelle Inbetriebnahme

Für den LANline-Test installierten wir VMprotect 6 zunächst auf einem Windows Server 2008 R2. Die Software lässt sich auch auf Rechnern mit Windows 2003, XP, Vista oder Windows 7 einsetzen. Das Setup war nach wenigen Minuten erfolgreich abgeschlossen. Die Backup- und Recovery-Aufgaben kann der Administrator von anderen Rechnern aus per Web-Browser konfigurieren. Die Verbindung erfolgt über HTTPS und Port 9877. VMprotect 6 unterstützt die Browser Internet Explorer, Mozilla Firefox, Safari, Google Chrome und Opera. Die grafischen Verwaltungsoberflächen des Windows-Agenten und der VMprotect Appliance sind identisch.

Nachdem wir die IP-Adresse des VMprotect-Testsystems mit Port 9877 im Browser eingegeben und uns angemeldet hatten, erschien die Dashboard-Ansicht mit den wichtigsten Aufgaben. Beim ersten Zugriff auf VMprotect 6 zeigt das GUI ein Schnellstartmenü an, um die ESX-Hosts und die Lizenzen zu konfigurieren sowie den ersten Backup-Task zu erstellen. Wir gaben hier das „Virtual Center“ des LANline-Testnetzes an und trugen im nächsten Schritt die Lizenz ein. Anschließend zeigte VMprotect im Backup-Konfigurationsmenü alle virtuellen Maschinen aus dem Testnetz an.

Im Reiter „Aktionen“ bietet das Dashboard Untermenüs für Backup und Recovery sowie zum Validieren von durchgeführten Sicherungen. Der Reiter „Ansicht“ liefert einen Überblick zu aktuellen Tasks, Recovery-Punkten und gemounteten VMs. Auch die Log-Dateien lassen sich hier anzeigen.

Effiziente Datensicherung

VMprotect 6 führt ein LAN-freies Backup durch, bei dem sich die Daten eines virtuellen Servers direkt vom VMware-Datastore in ein Backup-Verzeichnis kopieren lassen. Bei der Sicherung komprimiert und dedupliziert das Backup-Tool die Daten der virtuellen Server. Für den Komprimierungsgrad kann der Administrator „Normal“, „Hoch“ oder „Maximum“ wählen. Je stärker die Dateien komprimiert werden, umso länger dauert das Backup.

VMprotect 6 erstellt Backups entweder im so genannten „Legacy“-Modus oder im „Nur inkrementell“-Modus. Beim Legacy-Modus legt das Tool jedes inkrementelle Backup in einer separaten TIB-Archivdatei (Acronis „True Image Backup“) ab. Daher ist es nicht möglich, ältere Backup-Dateien zu löschen, weil diese Abhängigkeiten zu anderen TIB-Dateien enthalten könnten. Beim Nur-Inkrementell-Modus speichert VMprotect 6 dagegen alle inkrementellen Backups in einer einzigen TIB-Datei. Damit ist es möglich, ältere Sicherungen zu löschen. VMprotect erkennt vorhandene Abhängigkeiten und löscht nur die Datenblöcke, die keine Abhängigkeiten zu anderen Sicherungen besitzen. Standardmäßig ist der Nur-inkrementell-Modus aktiviert.

Um eine hohe Sicherheit der im Backup gespeicherten Informationen zu gewährleisten, kann VMprotect 6 die Daten mit bis zu 256 Bit verschlüsseln. Nachdem eine Sicherung abgeschlossen ist, überprüft VMprotect 6 auf Wunsch die Integrität der Backup-Daten.

Unter dem Reiter „Backup-Einstellungen“ lassen sich bestimmte Dateien oder Verzeichnisse aus der Sicherung ausschließen, indem der Anwender zum Beispiel die Dateiendungen LDF und MDF von MS-SQL-Datenbanken zur Ausschlussliste hinzufügt. Es ist auch möglich, einzelne Verzeichnispfade von der Sicherung auszunehmen.

VMprotect 6 kann bis zu fünf virtuelle Maschinen gleichzeitig sichern. Bei einer höheren Anzahl stellt das Tool die Backups ab der sechsten VM in eine Warteschlange. Die Image-Sicherung läuft auch dann weiter, wenn virtuelle Rechner während des Backups ausgeschaltet werden oder in den Suspend-Modus wechseln.

Im LANline-Test haben wir mit einem Backup-Job drei virtuelle Server von VMprotect 6 sichern lassen und eingestellt, dass jede Stunde ein neues inkrementelles Backup durchzuführen ist. Sobald das erste vollständige Backup erstellt war, das für die drei Server etwa zehn Minuten benötigte, dauerten die inkrementellen Sicherungen nur noch einige Sekunden, weil VMprotect lediglich die seit dem letzten Backup geänderten Blöcke übertragen muss.

Zum Status der Backup-Jobs kann VMprotect Alarmmeldungen per SNMP sowie E‑Mail-Benachrichtigungen versenden. Diese informieren den Administrator darüber, ob die Backup-Jobs erfolgreich gelaufen oder ob Fehler aufgetreten sind. Auf Wunsch fügt VMprotect 6 den E‑Mails die zum jeweiligen Job gehörende Log-Datei hinzu. Die gleichen Benachrichtigungsoptionen lassen sich auch für Wiederherstellungsaufgaben konfigurieren.

Flexible Wiederherstellungsoptionen

Um einzelne Dateien oder Verzeichnisse schnell wiederherzustellen wählt der Administrator im Reiter Aktionen den Menüpunkt Datei-Recovery und gibt den virtuellen Rechner an, von dem Daten zurückzusichern sind. Daraufhin zeigt VMprotect die im Image gespeicherten Verzeichnisse und Dateien in einer Explorer-Baumstruktur an. In der linken Fensterhälfte wählt der Administrator die Verzeichnisse und Dateien aus, die er zurücksichern will. Dann klickt er auf den Download-Button und gibt an, wo die Dateien gespeichert werden sollen. VMprotect packt die Dateien in eine ZIP-Datei und legt diese im Zielverzeichnis ab. Im Test stellten wir auf diese Weise die Profildaten eines Benutzers wieder her.

Es ist auch möglich, eine gesicherte virtuelle Maschine an einem anderen Ort zu starten, ohne die VM wiederherzustellen. Hierfür wählt der Administrator den Menüpunkt „VM von Backup ausführen“ und selektiert die Archivdatei mit dem Backup des virtuellen Rechners. Anschließend erscheint ein Dialogfenster, in dem der Administrator den ESX-Server und das Datastore angibt, auf dem die VM zu starten ist. Dieser kann zudem vorgeben, ob VMprotect die gemountete Maschine einschalten und mit dem Netzwerk verbinden soll. Im LANline-Test haben wir einen virtuellen Server vom Backup aus erfolgreich gemountet und gestartet.

Wenn eine VM nicht mehr lauffähig ist, lässt sie sich mithilfe des Backup-Images an ihrem ursprünglichen Ort wiederherstellen. Dies ist aber nur möglich, wenn die defekte VM ausgeschaltet ist. Sollte dies nicht der Fall sein, schaltet die Wiederherstellungsfunktion von VMprotect die VM automatisch aus, bevor das Tool die Rücksicherung startet. Im LANline-Test haben wir von einem virtuellen Server die Festplatte gelöscht. Mit der Recovery-Funktion von VMprotect konnten wir die gesamte VM innerhalb von fünf Minuten wiederherstellen.

Nachdem wir mit dem Windows-Agenten mehrere Sicherungen und Wiederherstellungen erfolgreich durchgeführt hatten, richteten wir zusätzlich die virtuelle VMprotect Appliance in unserer Vsphere-5-Testumgebung ein. Das VMprotect Setup startet der Administrator ebenfalls von einem Windows-Rechner aus. Auf der Startseite wählt er statt des Windows-Agenten die Option „Virtuelle Appliance“ und gibt in dem darauf folgenden Dialog das Virtual Center an, in das die VMprotect Appliance zu importieren ist. Die IP-Einstellungen lassen sich über einen Wizard konfigurieren. Der Zugriff auf die grafische Verwaltungsoberfläche der Appliance ist anschließend per Browser möglich. Im Test wiederholten wir mit der VMprotect Appliance die Sicherungs- und Wiederherstellungsaufgaben, die wir zuvor mit dem Windows-Agenten durchgeführt hatten. Auch mit der Appliance ließen sich alle Aufgaben problemlos durchführen.

Fazit

Die Backup-Lösung VMprotect 6 lässt sich schnell in Betrieb nehmen und ist sehr einfach zu bedienen. Die übersichtlich gestaltete grafische Browser-Oberfläche erlaubt einen raschen Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Damit können auch Administratoren, die keine Backup-Spezialisten sind, schnell regelmäßige Sicherungen ihrer virtuellen Rechner einrichten. Für die Wiederherstellung stehen mehrere Funktionen zur Verfügung, mit denen sich sowohl einzelne Dateien und Verzeichnisse als auch komplette virtuelle Rechner innerhalb weniger Minuten zurücksichern lassen. Mit einem Preis von 400 Euro pro physische ESX-Server-CPU zählt Acronis VMprotect 6 zu den preisgünstigeren VMware-Backup-Lösungen.


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