Schon kurzzeitige IT-Systemausfälle können gravierende Folgen
haben - ein durchdachter Notfallplan ist folglich
unerlässlich.
München, 1. März 2012 - Der Ausfall von
IT-Systemen stellt für fast jedes Unternehmen eine erhebliche
Bedrohung dar. Ein Disaster-Recovery-Konzept für diese Situationen
sollte deshalb immer vorhanden sein. Was man bei der Erstellung
eines solchen Notfallplans beachten sollte, hat Acronis, Anbieter
von Disaster-Recovery- und Data-Protection-Lösungen, in zehn Tipps
zusammengestellt.
Schon ein teilweiser Ausfall von IT-Systemen kann zu einer
nachhaltigen Beeinträchtigung der Produktivität eines Unternehmens
führen. Deshalb ist eine möglichst schnelle Wiederherstellung von
Systemen und Daten auf Basis eines definierten
Disaster-Recovery-Plans unerlässlich. Wie man einen effizienten
Notfallmanagement-Prozess aufsetzt und welche Bereiche im
Unternehmen bei der Planung berücksichtigt werden sollten, hat
Acronis jetzt in zehn Punkten zusammengefasst.
1. Analyse der Geschäftsprozesse
In einem ersten Schritt sollte der Geltungsbereich des
Notfallmanagements festgelegt werden. Hier sind zunächst alle
Geschäftsprozesse zu identifizieren, die für das Unternehmen von
essentieller Bedeutung sind. Bei den dabei zugrunde liegenden
IT-Systemen hat das Unternehmen einen klaren Vorteil, wenn nach
einem Schadensereignis sämtliche Daten inklusive Betriebssystem,
Applikationen und Anwenderdaten in möglichst kurzer Zeit wieder
komplett herstellbar sind.
2. Risikoanalyse und Berechnung der finanziellen
Auswirkungen
Für jeden Geschäftsprozess, der als unternehmenskritisch
identifiziert wurde, kann sich eine Risikoanalyse als sinnvoll
erweisen. Das heißt, es muss zum einen bestimmt werden, welche
Gefahren und Bedrohungen vorhanden sind. Zum anderen sollten nach
Möglichkeit und erforderlicher Detailtiefe die Kosten quantifiziert
werden, die Ausfallzeiten nach sich ziehen. Auf dieser Basis kann
entschieden werden, welche Gegenmaßnahmen in welchem Umfang zu
treffen sind.
3. Definition von Verantwortlichkeiten
Auch auf der organisatorischen Ebene gilt es, erforderliche
Maßnahmen für ein effizientes Disaster Recovery zu treffen. Dabei
werden alle Verantwortlichkeiten und Prozesse definiert, die eine
effiziente Steuerung und Überwachung des Notfallmanagements
sicherstellen. So kann in vielen Unternehmen eine Regelung über die
Erreichbarkeit und Verfügbarkeit von Mitarbeitern Sinn machen, die
mit dem Notfallplan vertraut sind und im Ernstfall notwendige
Schritte einleiten können. Auch Überlegungen für regelmäßige
Schulungen können je nach Anforderungen im Unternehmen sinnvoll
sein.
4. Integration der Mitarbeiter
Eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Notfallmanagement
ist die Integration der relevanten Mitarbeiter. Sie sollten über
Maßnahmen und Zielsetzungen des Notfallmanagements informiert
sein.
5. Integration in bestehende Risikomanagementsysteme
In einigen Unternehmen existiert bereits ein übergreifendes
Risiko- und Sicherheitsmanagement-System. In einem solchen Fall
müssen die Prozesse des Notfallmanagements mit allen bereits
etablierten Abläufen in diesen Systemen abgeglichen werden, um eine
unternehmensweit konsistente Basis für die Aufrechterhaltung der
Geschäftskontinuität zu erhalten.
6. Bestimmung von RPO und RTO
Die Kenngrößen RTO (Recovery Time Objective) und RPO (Recovery
Point Objective) sind wichtige Parameter für eine Notfallplanung.
Bei der Recovery Time Objective handelt es sich um die für die
Wiederherstellung der Daten vorgegebene Zeit, das heißt die Zeit,
die vom Eintritt des Schadens bis zur vollständigen
Wiederherstellung des Systems höchstens vergehen darf. Wenn
beispielsweise der Web-, E-Mail- oder Hauptdatenbank-Server
ausfällt, ist es für jedes Unternehmen unerlässlich, dass das
System innerhalb von Minuten wieder läuft. Bei der Recovery Point
Objective geht es um die Frage, wie hoch der maximal hinnehmbare
Datenverlust im Zweifel sein darf, der zwischen einer Sicherung und
dem Ausfall des Systems entsteht. Von der unternehmensinternen
Bestimmung dieser Kenngrößen hängt auch die Wahl einer adäquaten
Disaster-Recovery-Lösung maßgeblich ab.
7. Wahl der richtigen Disaster-Recovery-Lösung
Eine zukunftsweisende Disaster-Recovery-Lösung sollte auf jeden
Fall heterogene Umgebungen unterstützen. Da sich ein hoher
Prozentsatz der Unternehmensdaten heute auf mobilen Geräten
befindet, sollten Desktops, Workstations und auch Remote-Systeme in
die Planung der Sicherung einbezogen werden.
8. Entwicklung eines Leitfadens
Als äußerst hilfreich wird sich ein Leitfaden erweisen, der die
Ergebnisse und Richtlinien der genannten Punkte dokumentiert und
zusammenfasst - am besten in gedruckter Form. Das Dokument sollte
im Idealfall an einem sicheren Ort aufbewahrt werden und allen am
Notfallprozess Beteiligten zugänglich sein.
9. Regelmäßige Überprüfung und Tests
Eine Überprüfung der Effizienz des Notfallmanagements in
regelmäßigen Abständen ist empfehlenswert und schafft Gewissheit.
Hierzu sollten Tests und Übungen durchgeführt werden,
beispielsweise die Simulation des Ausfalls eines zentralen Servers.
Abhängig von den Testergebnissen kann so an einer kontinuierlichen
Optimierung des implementierten Notfallmanagements gearbeitet
werden.
10. Pragmatischer Tipp
Eine Software-Lösung, die neben Disaster-Recovery zur
Wiederherstellung gesamter Systeme auch eine integrierte, auf die
einzelnen Daten fokussierte Data-Protection-Komponente aufweist,
kann von Vorteil sein. Gerade für zahlreiche Schadensfälle,
insbesondere wenn sie unterhalb der "Disaster-Schwelle" liegen, ist
eine solche Lösung ideal geeignet. Sie ermöglicht eine selektive
Sicherung und Wiederherstellung auf Datei- oder Objektebene. Die
Sicherung kann in kürzeren Zeitabständen erfolgen und
dementsprechend lässt sich ein gezieltes Recovery für ganz
bestimmte Daten schnell durchführen.
Über Acronis:
Acronis ist ein globales Cybersecurity-Unternehmen und bietet die einzige nativ integrierte Plattform für Cybersicherheit, Datenschutz und Infrastrukturmanagement für Managed Service Provider und IT-Abteilungen. Acronis-Lösungen helfen Unternehmen dabei, ihre IT-Umgebungen zu identifizieren und zu schützen, Bedrohungen zu erkennen und darauf zu reagieren sowie Daten wiederherzustellen und zu verwalten, um Datenintegrität und Geschäftskontinuität sicherzustellen.
Acronis ist ein Schweizer Unternehmen, das 2003 in Singapur gegründet wurde. Das Unternehmen verfügt über 15 Büros weltweit und beschäftigt Mitarbeiter:innen in mehr als 60 Ländern. Acronis Cyber Platform ist in 26 Sprachen sowie in über 150 Ländern verfügbar und wird bereits von über 21,000 Service Providern zum Schutz von mehr als 750,000 Unternehmen eingesetzt. Erfahren Sie mehr unter www.acronis.com.