Bei Ereignis im Windows-Ereignisprotokoll
Sie können ein Backup so planen, dass es automatisch gestartet wird, wenn ein bestimmtes Windows-Ereignis in eine der Protokolllisten Anwendung, Sicherheit oder System aufgenommen wird.
Angenommen, Sie wollen einen Schutzplan aufstellen, der automatisch ein vollständiges Notfall-Backup Ihrer Daten durchführt, sobald Windows entdeckt, dass die Festplatte vor einem Ausfall steht.
Sie können die Ereignisse durchsuchen und Ereigniseigenschaften einsehen, wenn Sie das Snap-In Ereignisanzeige verwenden (welches auch über die Computerverwaltung verfügbar ist). Um die Windows-Protokolle für Sicherheit öffnen zu können, müssen Sie Mitglied in der Gruppe der Administratoren sein.
Ereigniseigenschaften
Protokollname
Spezifizieren Sie den Namen eines Protokolls. Wählen Sie den Namen einer Standard-Protokollliste (Anwendung, Sicherheit oder System) oder geben Sie den Namen einer Protokollliste ein – beispielsweise: Microsoft Office-Sitzungen
Ereignisquelle
Spezifizieren Sie die Quelle des Ereignisses, welche typischerweise das Programm oder die Systemkomponente angibt, die das Ereignis verursachte – beispielsweise: Laufwerk
Jede Ereignisquelle, die die spezifizierte Zeichenfolge enthält, wird das geplante Backup auslösen. Bei diesem Option wird nicht zwischen Groß-/Kleinschreibung unterschieden. Wenn Sie beispielsweise die Zeichenfolge service spezifizieren, werden sowohl die Ereignisquellen Service Control Manager als auch Time-Service ein Backup auslösen.
Ereignistyp
Geben Sie den Typ des Ereignisses an: Fehler, Warnung, Informationen, Überwachung erfolgreich oder Überwachung fehlgeschlagen.
Ereignis-ID
Bezeichnet die Ereignis-Nummer, die üblicherweise die spezielle Art der Ereignisse unter Ereignissen derselben Quelle identifiziert.
So tritt z.B. ein Fehler-Ereignis mit der Ereignisquelle disk und der Ereignis-Kennung 7 auf, wenn Windows einen fehlerhaften Block auf einem Festplattenlaufwerk entdeckt – während ein Fehler-Ereignis mit der Ereignisquelle disk und der Ereignis-Kennung 15 stattfindet, wenn ein Laufwerk noch nicht zugriffsbereit ist.
Beispiel: 'Fehlerhafte Blöcke'-Notfall-Backup
Treten ein oder mehrere fehlerhafte Blöcke plötzlich auf einer Festplatte auf, so deutet das üblicherweise auf einen baldigen Ausfall der Festplatte hin. Angenommen, Sie wollen einen Schutzplan erstellen, der die Daten eines Laufwerks sichert, sobald eine solche Situation eintritt.
Wenn Windows einen fehlerhaften Block auf einer Festplatte entdeckt, nimmt es ein Ereignis mit der Ereignis-Quelle disk und der Ereignis-Kennung 7 in die Protokollliste System auf; der Typ des Ereignisses ist Fehler.
Wenn Sie den Plan erstellen, geben Sie Folgendes im Bereich Planung ein bzw. wählen es aus:
- Protokollname: System
- Ereignis-Quelle: Laufwerk
- Ereignis-Typ: Fehler
- Ereignis-Kennung: 7
Um sicherzustellen, dass ein Backup trotz Vorhandensein von fehlerhaften Blöcken fertiggestellt wird, müssen Sie festlegen, dass das Backup die fehlerhaften Blöcke ignorieren soll. Zur Umsetzung gehen Sie in den Backup-Optionen zum Unterpunkt Fehlerbehandlung und aktivieren das Kontrollkästchen Fehlerhafte Sektoren ignorieren.