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title: Acronis Cyberthreats Update, Juli 2026
description: Das Acronis Cyberthreats Update berichtet über aktuelle Cyberbedrohungen und Trends, die von der Acronis Threat Research Unit (TRU) und Acronis Sensoren beobachtet wurden. Die hier vorgestellten Zahlen wurden im Juni 2026 erhoben und spiegeln die von Acronis entdeckten Bedrohungen sowie öffentliche Medienberichte wider.
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last_updated: 2026-10-27
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10. Aug. 2026

# Acronis Cyberthreats Update, Juli 2026

Das Acronis Cyberthreats Update berichtet über aktuelle Cyberbedrohungen und Trends, die von der Acronis Threat Research Unit (TRU) und Acronis Sensoren beobachtet wurden. Die hier vorgestellten Zahlen wurden im Juni 2026 erhoben und spiegeln die von Acronis entdeckten Bedrohungen sowie öffentliche Medienberichte wider.

Autor: **[Acronis Threat Research Unit](https://www.acronis.com/de/tru/authors/acronis-threat-research-unit/)**

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Autor: Alexander Ivanyuk – Senior Director, Technology

Das Acronis Cyberthreats Update berichtet über aktuelle Cyberbedrohungen und Trends, die von der Acronis Threat Research Unit (TRU) und Acronis Sensoren beobachtet wurden. Die hier vorgestellten Zahlen wurden im Juni 2026 erhoben und spiegeln die von Acronis entdeckten Bedrohungen sowie öffentliche Medienberichte wider. Der Bericht bietet einen globalen Überblick und basiert auf über einer Million individueller Endpunkte weltweit.

![Image 1: Acronis Cyberthreats Update, Juli 2026](https://staticfiles.acronis.com/images/content/6fd1d4e1be6167833b8bb368bc5713bc.png)

## Der wichtigste Vorfall des Monats

Im Juni 2026 veröffentlichte Oracle Notfallmaßnahmen für eine kritische Zero-Day-Schwachstelle in PeopleSoft PeopleTools (CVE-2026-35273). Diese wurde zuvor mit aktiven Datendiebstahl-Angriffen der Ransomware-Gruppe ShinyHunters in Verbindung gebracht. Die Schwachstelle ermöglichte die Ausführung von Remote-Code ohne Authentifizierung und betraf die Versionen 8.61 und 8.62 von PeopleSoft Enterprise PeopleTools. Dadurch waren Personal-, Finanz-, Gehalts-, Beschaffungs- und Studierendendaten in Unternehmen und Bildungseinrichtungen gefährdet. Laut ShinyHunters wurde eine Kombination aus alten und Zero-Day-Schwachstellen genutzt, um Daten aus 300 PeopleSoft-Instanzen in mehr als 100 Organisationen zu stehlen.

Die Kampagne war besonders gefährlich, da sie Systeme ins Visier nahm, die häufig hochsensible interne Geschäfts- und personenbezogene Daten enthalten. Besonders betroffen war der Bildungssektor. Mandiant berichtete, dass 68 % der potenziell gefährdeten Einrichtungen, die das Unternehmen benachrichtigte, im Hochschulbereich tätig sind. Außerdem wurde beobachtet, dass ShinyHunters eine maßgeschneiderte Staging-Infrastruktur, MeshCentral-Agenten, Erkundungsskripte und Tools einsetzte, die darauf ausgelegt waren, sich in PeopleSoft- und WebLogic-Umgebungen zu bewegen, Daten zu stehlen und Lösegeldforderungen auf kompromittierten Servern zu hinterlassen.

Dieser Vorfall verdeutlicht das anhaltende Risiko der Kompromittierung von Unternehmenssoftware: Weit verbreitete Geschäftsplattformen können lukrative Ziele für Lösegeldforderungen werden, wenn sie dem Internet ausgesetzt sind oder nicht ausreichend abgeschottet werden. Anders als beim opportunistischen Diebstahl von Anmeldedaten kann die Ausnutzung einer Zero-Day-Schwachstelle in der zentralen ERP-Infrastruktur Cyberkriminellen Zugriff auf umfangreiche Datenbanken verschaffen, die eng mit Identitäts-, Personal-, Finanz- und Studierendendaten verknüpft sind. Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die PeopleSoft oder ähnliche Lösungen nutzen, sollten vorrangig Notfallmaßnahmen ergreifen. Dazu gehört die Einschränkung des externen Zugriffs auf administrative Endpunkte, die Überprüfung von Protokollen auf verdächtige Aktivitäten, die regelmäßige Änderung gefährdeter Anmeldedaten und die Prüfung, ob sich Cyberkriminelle bereits dauerhaften Zugang verschafft haben, bevor die betroffenen Systeme wieder online geschaltet werden.

## Erkannte Malware-Bedrohungen im Juni

Im Juni 2026 betrug der Anteil der Acronis Kund:innen, bei denen mindestens eine Malware-Bedrohung auf dem Endpunkt blockiert wurde, 6,0 %. Das entspricht einem Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat, als dieser Wert bei 6,2 % lag. Zwar stellt dies einen weiteren Rückgang gegenüber dem Höchststand von 6,8 % im April 2026 dar, dennoch war der Wert im Juni der vierthöchste im dargestellten Zeitraum. Dies deutet weiterhin auf eine im Vergleich zum Jahresbeginn erhöhte Malware-Gefahr hin.

Im Vergleich zum Februar 2026, als der Anteil bei 4,2 % lag, war der Wert im Juni um 1,8 Prozentpunkte höher. Er lag zudem 2,3 Prozentpunkte über dem Wert vom Januar 2026, was zeigt, dass die Malware-Gefahr trotz des Rückgangs im Mai und Juni weiterhin deutlich über dem Niveau von Anfang 2026 lag.

![Image 2: Acronis Cyberthreats Update, Juli 2026](https://staticfiles.acronis.com/images/content/d2bfcd6e4c3993dc1a88fe269c283eec.png)

![Image 3: Acronis Cyberthreats Update, Juli 2026](https://staticfiles.acronis.com/images/content/23772a3fd851c1ff87cd634dceb85b75.png)

Im Juni blieb die Rangfolge der drei Länder mit den höchsten Malware-Erkennungsraten gegenüber dem Vormonat unverändert. Mit 42,6 % verzeichnete Palästina die weltweit höchste Rate an Benutzer:innen, bei denen mindestens eine Malware-Erkennung erfolgte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Vietnam mit 32,1 % und der Irak mit 31,4 %.

Im Vergleich zum Vormonat sind die Malware-Erkennungsraten in Palästina und Vietnam leicht zurückgegangen, im Irak hingegen deutlich angestiegen. Für Palästina wurde ein Rückgang um 2,9 Prozentpunkte (von 45,5 % auf 42,6 %) und für Vietnam ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte (von 32,2 % auf 32,1 %) ermittelt. Für den Irak wurde ein Anstieg um 4,0 Prozentpunkte (von 27,4 % auf 31,4 %) festgestellt.

Trotz dieser uneinheitlichen Entwicklung im Monatsvergleich blieb die Reihenfolge der Länder unverändert. Dies zeigt, dass sich die Malware-Bedrohung weiterhin auf dieselben drei Länder konzentriert.

## Normierte URL-Erkennungen nach Fokusländern

![Image 4: Acronis Cyberthreats Update, Juli 2026](https://staticfiles.acronis.com/images/content/39f26f51feae902102c4f9d6ef40b723.png)

In den Fokusländern zeigte sich im Juni 2026 im Vergleich zum Vormonat insgesamt eine leichte Entspannung. Die meisten Länder in der Tabelle verzeichneten niedrigere normierte URL-Erkennungsraten. Einige Länder legten jedoch auch zu oder die Rate blieb stabil. Mit 12,9 % lag Kolumbien im Juni an der Spitze, dicht gefolgt von Indien mit 12,8 % und den USA mit 12,0 %. Auch in Brasilien und Mexiko blieben die Raten mit 11,2 % bzw. 11,1 % weiterhin erhöht.

Mit einem Anstieg um 2,6 Prozentpunkte (von 8,5 % auf 11,1 %) verzeichnete Mexiko die größte Zunahme gegenüber dem Vormonat. Auch in Indien (von 11,1 % auf 12,8 %) und den USA (von 11,6 % auf 12 %) stiegen die Raten deutlich. In Kolumbien (von 12,7 % auf 12,9 %) und Südkorea (von 5,9 % auf 6,2 %) stiegen die Raten leicht an.

Gleichzeitig beobachten wir bei den meisten Fokusländern Anzeichen eines Rückgangs. Den stärksten Rückgang gab es in Neuseeland: Die Erkennungsraten sanken dort von 12,7 % im Mai auf 9,8 % im Juni – ein Rückgang um 2,9 Prozentpunkte. Auch Singapur verzeichnete einen deutlichen Rückgang von 13,1 % auf 10,3 %. In Japan fiel die Rate von 8,1 % auf 6,3 %. In Australien sank sie von 9,7 % auf 8,5 %, in Frankreich von 11,1 % auf 10,4 %, in Deutschland von 10,7 % auf 9,8 %, in Italien von 11,5 % auf 10,6 %, in Brasilien von 13,0 % auf 11,2 %, in den Niederlanden von 9,9 % auf 9,1 % und in Großbritannien von 7,7 % auf 7,0 %. Kanada blieb mit 11,3 % unverändert.

In mehreren Ländern, darunter Kolumbien, Indien, die USA, Brasilien und Mexiko, blieben URL-basierte Bedrohungsaktivitäten auf einem hohen Niveau. Die Gesamtentwicklung über alle Fokusländer hinweg war jedoch rückläufig. Die stärksten Anstiege waren in Mexiko und Indien zu verzeichnen. Die deutlichen Rückgänge in Neuseeland und Singapur, die im Mai noch die höchsten Erkennungsraten aufwiesen, zeugen hingegen von einer Entspannung in diesen beiden Ländern. Insgesamt lässt sich für den Juni eine generelle Stabilisierung in den Fokusländern beobachten, wenngleich es in einigen Ländern auch Aufwärtstrends gibt.

## Schutz

Die Bedrohungen können mit den Lösungen von Acronis erkannt und abgewehrt werden.

[Acronis Cyber Platform (ehemals Acronis Cyber Protect Cloud)](https://www.acronis.com/de/products/cloud/cyber-protect/) schützt mit einem mehrschichtigen Sicherheitsansatz sowohl vor bekannten als auch vor völlig neuen Bedrohungen. This includes behavior-based detection, AI- and ML-trained detections and anti-ransomware heuristics, which can detect and block encryption attempts and roll back any tampered files automatically without any user interaction.

Email Security und URL-Filterung bieten zusätzlichen Schutz vor Social-Engineering-Bedrohungen. Mit [Acronis GenAI Protection](https://www.acronis.com/de/products/cloud/cyber-protect/genai-protection/), das nativ in die Acronis Plattform integriert ist, können Sie die Nutzung von KI-Tools überwachen und steuern, die Weitergabe vertraulicher Daten verhindern und risikobehaftete KI-Prompts erkennen. [Acronis XDR](https://www.acronis.com/de/products/cloud/cyber-protect/security-edr/) für Acronis Cyber Platform (ehemals Acronis Cyber Protect Cloud) bietet die nötige Transparenz, um Angriffe besser zu verstehen. Die Lösung stellt Administrator:innen verständliche Kontextinformationen zur Verfügung und ermöglicht eine effiziente Behebung aller Arten von Bedrohungen.

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