
In unserer hypervernetzten Welt nehmen Software-Schwachstellen in Rekordtempo zu. Allein im Jahr 2024 wurden mehr als 40.000 bekannte Sicherheitslücken (Common Vulnerabilities and Exposures, CVEs) veröffentlicht, was einem Anstieg von 38 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Viele dieser Schwachstellen werden innerhalb weniger Tage ausgenutzt, sodass Unternehmen gefährdet sind, wenn Updates nicht umgehend installiert werden.
Mit einer Software zur Patch-Verwaltung können Sie dieses Risiko minimieren, indem Sie die Erkennung, Beschaffung und Bereitstellung von Software-Updates in Ihrer IT-Umgebung automatisieren. Dadurch wird sichergestellt, dass die Systeme sicher und aktuell bleiben, während gleichzeitig der Verwaltungsaufwand für die IT-Teams erheblich reduziert wird.
Dieser Leitfaden untersucht, warum Patching wichtig ist, welche Kernfunktionen priorisiert werden sollten und wie führende Lösungen im Vergleich abschneiden. Wir verdeutlichen außerdem den Unterschied zwischen den beiden Angeboten von Acronis: Acronis Cyber Protect (für den Einsatz in Unternehmen) und Acronis RMM (eine optionale Komponente der Acronis Cyber Protect Cloud-Plattform für Managed Service Provider).
Sie bevorzugen eine Kurzversion? Hier sind sechs führende Lösungen zur Patch-Verwaltung:
Acronis Cyber Protect: Vereinheitlichte Patching, Backups und Malware-Schutz in einer einzigen Plattform für IT-Teams in Unternehmen.
Acronis RMM: Ein Cloud-basiertes RMM-Modul innerhalb von Acronis Cyber Protect Cloud, mit dem MSPs Windows-Patches und Schwachstellenbewertungen automatisieren können.
ManageEngine Patch Manager Plus: Umfassendes Patching für mehrere Betriebssysteme, das Updates für über 850 Drittanbieter-Applikationen unterstützt.
NinjaOne: Eine benutzerfreundliche, Cloud-basierte RMM-Lösung mit automatisierter Patch-Bereitstellung und Remote-Verwaltung.
Automox: Eine ressourcenschonende, Cloud-native Patching-Plattform, die mehrere Betriebssysteme mit hoher Geschwindigkeit und einfacher Handhabung unterstützt.
Ivanti Security Controls: Eine Patch-Verwaltung für Großunternehmen, die auch Funktionen zur Schwachstellenbewertung und Endgerätesicherheit umfasst.
Was ist eine Software zur Patch-Verwaltung und warum ist sie wichtig?
Software zur Patch-Verwaltung ist eine zentralisierte Plattform, die den Lebenszyklus von Software-Updates (Patches) automatisieren und koordinieren kann. Das beginnt beim Erkennen und Beschaffen, gefolgt vom Testen bis zum Bereitstellen auf Computern, Servern und anderen Endpunkten.
Anstatt Updates manuell auf einzelnen Geräten installieren zu müssen, können diese Lösungen den Software-Bestand eines Unternehmens durch Inventarisierungsscans ermitteln, fehlende Patches ermitteln, erforderliche Software-Pakete herunterladen und diese nach definierten Richtlinien bereitstellen. Dies geschieht in der Regel innerhalb festgelegter Wartungsfenster.
Patch-Verwaltung – eine sicherheits- und betriebskritische Pflicht
Ein effektives Patching ist ein Eckpfeiler jeder modernen Cyber Security-Strategie. Ungepatchte Systeme sind bevorzugte Ziele für Ransomware-Betreiber – und gesetzliche Regulierungen (wie die DSGVO, HIPAA oder PCI DSS) verlangen, dass bekannte Schwachstellen umgehend behoben werden. Unternehmen, die diesen Prozess vernachlässigen, riskieren Datenschutzverstöße, finanzielle Verluste, Bußgelder wegen Nichteinhaltung von Compliance-Vorschriften und betriebliche Ausfallzeiten.
Indem sie Sicherheitslücken schnell schließen, können Patch-Verwaltungstools die Angriffsfläche minimieren und die Systemstabilität verbessern. Durch die Automatisierung von Arbeitsabläufen wird zudem die betriebliche Effizienz gesteigert, da IT-Fachkräfte für andere, höherwertige Aufgaben freigestellt werden können. Und darüber hinaus ermöglichen zentrale Dashboards einen wichtigen Überblick über den Patch-Status und die Einhaltung von Vorschriften. Da Remote- und Hybrid-Arbeitsmodelle mittlerweile zum Standard geworden sind, sind robuste Lösungen unerlässlich, um auch bei Verwendung von verteilten Endgeräten für Konsistenz sorgen zu können.
Kernfunktionen, auf die Sie bei der Anschaffung von Patch-Verwaltungstools achten sollten
Bei der Bewertung der entsprechenden Software sollten Sie Funktionen priorisieren, die für eine umfassende Abdeckung, Automatisierung und Risikominderung sorgen:
Unterstützung mehrerer Betriebssysteme: In heterogenen Umgebungen ist es unerlässlich, Windows-, macOS- und Linux-Geräte über eine einzige Konsole mit Patches versorgen zu können. Moderne Tools müssen neben Server- und Desktop-Betriebssystemen auch Laptops und Mobilgeräte verwalten können.
Patching von Drittanbieteranwendungen: Effektive Lösungen müssen über das Betriebssystem hinaus auch gängige Programme wie Browser, Java, PDF-Reader und Office-Pakete aktualisieren können. Manche Plattformen wie ManageEngine bieten vorgeprüfte Pakete für über 850 Drittanbieter-Applikationen an.
Automatisierung & Planung: Durch die Automatisierung kann der manuelle Aufwand deutlich gesenkt werden – beispielsweise durch richtlinienbasierte Genehmigungen, Wartungsfenster, automatische Neustarts und Zero-Touch-Bereitstellungen. Die Planungsfähigkeiten ermöglichen es den Teams, genau zu definieren, wann Patches angewendet werden sollen, um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden.
Integration der Schwachstellenanalyse: Die Integration mit der Schwachstellenbewertung liefert nützliche Kontextinformationen, indem sie nach fehlenden Patches sucht und die Behebung von Schwachstellen anhand ihres Schweregrads priorisiert, häufig unter Verwendung von CVSS-Scores. Acronis nutzt beispielsweise CVSS für die Priorisierung und führt kontinuierliche Risikobewertungen durch.
Rollback-/Fail-Safe-Mechanismen: Um Ausfallzeiten zu vermeiden, sollten Sie Tools wählen, die vor dem Patchen Recovery-Punkte erstellen können. Auch Acronis bietet eine ausfallsichere Patching-Lösung, die die entsprechenden Systeme vor der Bereitstellung der Patches mit einem vollständigen Image-Backup sichert. Sollten dann wirklich Probleme auftauchen, kann ein betroffenes System umgehend wieder auf den Ursprungszustand zurückgesetzt werden.
Berichterstellung & Compliance: Um die Einhaltung von Compliance-Vorgaben gegenüber Auditoren nachzuweisen, sind umfassende Dashboards erforderlich. Bestimmte Metriken (wie Patch-Erfolgsraten, Endpunkt-Compliance und ungelöste Schwachstellen) sollten leicht einsehbar sein.
Integration & Einheitliches Management: Einige Tools integrieren das Patching in umfassendere IT-Management- oder Cyber Protection-Suiten. Die Kombination aus Patching- mit Backup- und Sicherheitsfunktionalitäten sorgt für weniger Komplexität und beseitigt einen Wildwuchs an Agenten.
Proprietäre Patching-Technologie: Viele Anbieter verlassen sich auf Open-Source-Manager (wie Chocolatey), bei denen die eingesetzten Pakete, die von einer Community gepflegt werden, unter Umständen nicht konsistent gewartet werden oder Sicherheitsprobleme aufweisen können. Proprietäre Engines (wie die von Acronis) bieten Anbietern eine bessere Kontrolle über die Qualität und Sicherheit ihrer Pakete.
Cloud- vs. On-Premises-Bereitstellung: SaaS-Cloud-Plattformen (wie Automox, NinjaOne oder Acronis Cyber Protect Cloud) vereinfachen die Verwaltung mehrerer Mandanten. Im Gegensatz dazu sind lokale Lösungen (wie WSUS oder SCCM) möglicherweise besser für Unternehmen geeignet, für die strenge Anforderungen hinsichtlich der Datenresidenz gelten.
Kosten & Skalierbarkeit: Bewerten Sie die verfügbarenLizenzmodelle (ob beispielsweise pro Endpunkt, pro Techniker:in oder nach Abonnementstufen berechnet wird) und stellen Sie sicher, dass die Lösung mit Ihrem Unternehmenswachstum mithalten kann. Überprüfen Sie, ob für einige Produkte kostenlose Abonnementstufen oder MSP-freundliche Preismodelle verfügbar sind.
Die 10 besten Patch-Verwaltungstools im Jahr 2026
Im Folgenden werden zehn führende Lösungen in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt, wobei ihre Angebote, Zielgruppen sowie die wichtigsten Vor- und Nachteile hervorgehoben werden.
1. Acronis Cyber Protect – Beste vereinheitlichte Patch-Verwaltung mit integrierten Backup- und Sicherheitsfunktionalitäten.
Überblick: Acronis Cyber Protect ist eine integrierte Cyber Protection-Plattform, die eine Patch-Verwaltung, Image-Backups kompletter Systeme, einen Malware-Schutz und eine Endpunkt-Verwaltung miteinander vereint. Damit können die IT-Teams Schwachstellen beheben und Daten über eine einheitliche, zentrale Konsole schützen.
Kernfunktionen:
Kontinuierliche Schwachstellenbewertung mit CVSS-basierter Priorisierung.
Ausfallsicheres Patching: Kann automatisch vor Updates ein vollständiges Image-Backup erstellen, um (bei Problemen) umgehende Rollbacks zu ermöglichen.
Integrierter Malware- und Ransomware-Schutz.
Zentrale Verwaltung für Windows, macOS, Linux und über 300 Drittanbieter-Applikationen.
API-Integrationen und mandantenfähige Cloud-Konsole für MSPs und Unternehmen.
Ideal für: Unternehmen, die Patching- sowie Backup- und Sicherheitsfähigkeiten unter einem Agenten zusammenfassen möchten. Dies betrifft insbesondere Unternehmen mit strengen Anforderungen hinsichtlich Compliance und Berichtserstellung.
Vorteile:
Eine solche All-in-one-Plattform sorgt dafür, das weniger Tools gebraucht werden.
Das ausfallsichere Patching minimiert die Risiken für Update-bedingte Ausfallzeiten.
Große Unterstützung für mehrere Betriebssysteme und Drittanbieter-Applikationen.
Die mandantenfähige Konsole eignet sich sowohl für MSPs als auch für große Unternehmen mit mehreren Standorten.
Nachteile:
Die Premium-Preise können die Kosten für Einzel-Tools übersteigen.
Der umfassende Funktionssatz kann eine gewisse Einarbeitungszeit erfordern.
2. Acronis RMM – Windows-fokussiertes Patch-Management für MSPs
Überblick: Das RMM-Modul für Acronis Cyber Protect Cloud wurde speziell für MSPs entwickelt, damit diese die Systeme ihrer Kund:innen leicht per Monitoring beobachten und Patches über eine einheitliche Konsole automatisch installieren lassen können. Im Gegensatz zum zuvor aufgeführten Unternehmensprodukt unterstützt Acronis RMM derzeit nur Windows-Betriebssysteme.
Kernfunktionen:
Automatisierte Schwachstellenbewertung mit CVSS-Priorisierung.
Proprietäre Patching-Engine (keine Abhängigkeit von Repositories wie bei Chocolatey).
Automatisiertes Patching für über 320 Windows-basierte Drittanbieter-Applikationen.
Ausfallsicheres Patching mit automatischem Backup der betreffenden Systeme, bevor die jeweiligen Updates installiert werden.
Mandantenfähige Konsole, die Backup-, Disaster Recovery- und PSA-Funktionalitäten integriert.
Ideal für: MSPs, die vorwiegend Windows-Umgebungen verwalten und eine einheitliche Cloud-Plattform für Monitoring, Backup und Schadensbehebung benötigen.
Vorteile:
Umfassende Integration in Acronis Cyber Protect Cloud.
Die proprietäre Engine sorgt für ein stabiles und zuverlässiges Patching.
Umfassende Unterstützung für Windows-Applikationen von Drittanbietern.
Nachteile:
Beschränkt auf Windows-Betriebssysteme; kein natives Patching für macOS oder Linux.
Für kleine MSPs, die nur ein grundlegendes Patching benötigen, möglicherweise überdimensioniert.
3. ManageEngine Patch Manager Plus – Breite Unterstützung zahlreicher Betriebssysteme
Überblick: Eine dedizierte Lösung, die Windows, macOS und Linux sowie über 850 Drittanbieter-Applikationen unterstützt. Sie ist sowohl als lokale Installation als auch als Cloud-Version verfügbar.
Kernfunktionen:
Umfangreicher Katalog mit Betriebssystem- und Drittanbieter-Patches (für über 850 Applikationen).
Flexible Planungs-, Test- und Genehmigungsprozesse.
Schwachstellenbewertung und Compliance-konforme Berichtserstellung.
Integration in andere IT-Produkte von ManageEngine.
Ideal für: Heterogene Umgebungen, die eine breite Abdeckung und flexible Bereitstellungsoptionen (Cloud oder lokal) benötigen.
Vorteile:
Umfangreiche Patch-Bibliothek für Drittanbieter-Applikationen.
Wettbewerbsfähige Preisgestaltung, einschließlich einer kostenlosen Stufe für kleine Umgebungen.
Nachteile:
Die Benutzeroberfläche kann für neue Anwender:innen recht komplex sein.
Die separaten Agenten können im Vergleich zu vereinheitlichten Plattformen zu höheren Overheadkosten führen.
4. NinjaOne – Cloud-RMM-Lösung mit automatisiertem Patching
Überblick: Eine Cloud-basierte RMM-Plattform, die für ihre intuitive Benutzeroberfläche bekannt ist und die Patching- mit Monitoring-, Remote Access- und Skripting-Funktionalitäten integriert.
Kernfunktionen:
Automatisiertes Patch-Scanning/Bereitstellungen für Windows, macOS und Linux.
Detaillierte Verwaltungsfunktionen für Planung und Neustart.
Umfassende Monitoring-Fähigkeiten und Skripting-Engine.
Ideal für: MSPs und IT-Teams, die ein All-in-one-RMM-Lösung mit hoher Benutzerfreundlichkeit suchen.
Vorteile:
Die benutzerfreundliche Oberfläche ermöglicht eine schnelles Onboarding.
Gute Unterstützung für mehrere Betriebssysteme und Drittanbieter-Applikationen.
Nachteile:
Die Berichterstellungsfunktionalität ist weniger umfangreich als bei Enterprise-Tools.
Die Kosten können durch zusätzliche Module steigen.
5. Automox – Leichtgewichtige, Cloud-native Patching-Lösung
Überblick: Eine Cloud-native Plattform, die auf einfache Bedienung und Geschwindigkeit ausgerichtet ist und für eine moderne, verteilt arbeitende Belegschaft entwickelt wurde.
Kernfunktionen:
Agentenbasiertes Scannen/Patching für Windows, macOS und Linux.
Richtliniengesteuerte Automatisierung und Dashboards für Echtzeit-Transparenz.
Unterstützung für gängige Drittanbieter-Applikationen.
Ideal für: Unternehmen und KMUs, die eine einfache Lösung für Remote-Endpunkte benötigen, jedoch ohne die Komplexität eines umfassenden RMM-Lösung.
Vorteile:
Schnelle Bereitstellung und einfache Administration.
Hervorragend geeignet für Umgebungen mit verteilten oder Remote-Systemen.
Nachteile:
Geringerer Funktionssatz im Vergleich zu umfassenden RMM-Lösungen (keine Remote-Steuerungs-/PSA-Funktionalität).
Begrenzte Fähigkeiten für vom Internet isolierte Umgebungen (Offline-Systeme/Air-Gap-Systeme).
6. Ivanti Security Controls – Patch-Verwaltungs- und Sicherheitsfähigkeiten für Großunternehmen
Überblick: Ein Tool für Enterprise-Unternehmen (ehemals Shavlik genannt), das Patching-Funktionalitäten mit Schwachstellen-Scans und Applikationskontrollen kombiniert.
Kernfunktionen:
Patching-Fähigkeiten für Windows, macOS, Linux und Drittanbieter-Applikationen.
Mittelständische bis große Unternehmen, die umfassende Endpoint Security- und Applikationskontroll-Fähigkeiten benötigen.
Robuste Berichtserstellung mit On-Premise- und Cloud-Optionen.
Ideal für: Mittelständische bis große Unternehmen, die umfassende Endpoint Security- und Applikationskontroll-Fähigkeiten benötigen.
Vorteile:
Eine starke Kombination aus Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen.
Ein zentrales Dashboard mit umfassender Transparenz.
Nachteile:
Der komplexe Funktionssatz erfordert entsprechende Schulungen.
Im Vergleich zu einfacheren Tools gehobene Preise.
7. Microsoft Intune / Endpoint Manager – Windows-zentrierte Verwaltung
Überblick: Ermöglicht die Verwaltung von Mobilgeräten, Applikationen und Patches – insbesondere für Windows. Es gibt aber auch eine Unterstützung für macOS und Mobilgeräte-Systeme.
Kernfunktionen:
Mit Integration von Windows Update für Unternehmen.
Konfigurationsprofile für macOS- und Mobilgeräte-Updates.
Tiefgehende Integration mit Azure AD und Microsoft Defender.
Ideal für: Microsoft-zentrierte Unternehmen, die Microsoft 365 und ein hybrides Active Directory einsetzen.
Vorteile:
Auf Windows-Geräten ist kein zusätzlicher Agent erforderlich.
Starke MDM- (Mobile Device Management) und Sicherheitsintegration.
Nachteile:
Im Vergleich zu spezialisierten Tools nur eingeschränkte Möglichkeiten zum Patchen von Drittanbieter-Applikationen.
Eingeschränkte Linux-Unterstützung.
8. GFI LanGuard – Schwachstellenbewertung & Patch-Verwaltung
Überblick: Ein Scanner für Netzwerksicherheit und ein Patch-Tool, mit dem Administrator:innen die Schwachstellen von Endpunkten und Netzwerkgeräten erkennen und beheben können.
Kernfunktionen:
Netzwerk-übergreifende Erkennungsfähigkeiten und Schwachstellen-Scans.
Automatisierte(s) Patching/Rollbacks für Windows, macOS und Linux.
Mit Sicherheitsvorschriften konforme Prüfberichte.
Ideal für: KMUs und mittelständische Unternehmen, die ein kombiniertes Scanning- und Patching-Lösung benötigen, aber keine vollständige RMM-Suite.
Vorteile:
Kann neben Endgeräten auch Netzwerkgeräte scannen.
On-Premise-Bereitstellung für strenge Kontrollmöglichkeiten.
Nachteile:
Veraltete Benutzeroberfläche.
Erfordert mehr manuelle Konfiguration als SaaS-Lösungen.
9. Atera – All-in-one-RMM-Lösung für MSPs
Überblick: Eine Cloud-basierte RMM-Lösung für MSPs, die Monitoring-, Ticketing-, Remote Access- und Patching-Funktionalitäten zu einem einzigen Abonnement bündelt.
Kernfunktionen:
Automatisiertes Patching für Windows und macOS, einschließlich Drittanbieter-Applikationen.
Integrierte Helpdesk- und Abrechnungsfunktionalität.
„Unbegrenzte Endpunkte pro Techniker:in“-Preismodell.
Ideal für: MSPs und kleine IT-Abteilungen, die eine kostengünstige, einheitliche IT-Delivery-Suite benötigen.
Vorteile:
Einfaches, kosteneffizientes Preismodell.
Cloud-nativ mit minimaler Einrichtung.
Nachteile:
Die Patching-Funktionalität ist weniger fortschrittlich als bei spezialisierten Lösungen.
Eingeschränkte Abdeckung von Drittanbieter-Applikationen.
10. Kaseya VSA – Umfassende RMM- und Patch-Verwaltungsfunktionalitäten
Überblick: Eine ausgereifte RMM-Plattform, die umfassende Kontroll-, Automatisierungs- und Skripting-Fähigkeiten für große Netzwerke bietet.
Kernfunktionen:
Automatisierte Scans/Bereitstellungen für Windows, macOS und Linux.
Fortschrittliche, richtliniengesteuerte Genehmigungen und benutzerdefinierte Zeitfenster.
Tiefgehende Scripting- und Netzwerk-Monitoring-Fähigkeiten.
Ideal für: Größere MSPs und die internen IT-Teams von größeren Unternehmen, die eine skalierbare Plattform mit fortschrittlichen Automatisierungsfähigkeiten benötigen.
Vorteile:
Umfassender Funktionssatz für die IT-Lebenszyklusverwaltung.
Starke Automatisierungs- und Scripting-Fähigkeiten.
Nachteile:
Hohe Komplexität und Lernkurve.
Frühere Sicherheitsvorfälle erfordern eine Bewertung der Anbieterpraktiken.
Im Vergleich: Für welche Lösung zur Patch-Verwaltung sollten Sie sich entscheiden?
Welches Tool optimal ist, hängt davon ab, wie Ihre Umgebung aussieht und welche Geschäftsziele Sie verfolgen. Erwägen Sie die folgenden, typischen Szenarien:
Für eine grundlegende, nur Windows betreffende Abdeckung: Integrierte Microsoft-Dienste (wie WSUS) oder einfache Tools (wie ITarian) ermöglichen eine grundlegende Verwaltung von Microsoft-Updates zu geringen Kosten. Sie bieten jedoch keine Automatisierung und keine Unterstützung für Drittanbieter-Applikationen.
Für RMM-Fähigkeiten mit integriertem Patching: Cloud-Lösungen (wie NinjaOne, Atera, Kaseya VSA und Acronis Cyber Protect Cloud (über Acronis RMM)) sind ideal, wenn die Patching-Funktionalität ein Bestandteil einer umfassenderen IT-Service-Bereitstellung sein soll.
Für eine reine, schlanke Cloud-Automatisierung: Lösungen wie Automox oder Action1 bieten eine schnelle und einfache Remote-Endpunkt-Verwaltung, ohne das Gewicht einer großen RMM-Lösung.
Für bereits bestehende Anbieter-Ökosysteme: Produkte wie ManageEngine Patch Manager Plus oder Ivanti lassen sich gut integrieren, wenn bereits Tools dieser Anbieter eingesetzt werden. Allerdings kann dies dazu führen, dass hier mit mehreren Konsolen gearbeitet werden muss.
Für einen umfassenden, einheitlichen Sicherheits- und Patching-Ansatz: Acronis Cyber Protect integriert Patch-Verwaltungs-, Backup-, Antimalware- und Schwachstellenbewertungsfähigkeiten in einer einheitlichen, zentral verwalteten Plattform. Durch diesen All-in-one-Ansatz wird der sonst übliche Tool-Wildwuchs reduziert und die Cyber-Resilienz gestärkt.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was ist eine Patch-Management-Software? Es handelt sich um eine zentralisierte Lösung, mit der die Identifizierung, Beschaffung, Prüfung und Bereitstellung von Software-Updates automatisiert werden kann, wodurch die Sicherheit und Konformität der verwalteten Systeme gewährleistet und der manuelle Arbeitsaufwand reduziert werden kann.
Welches ist das beste Lösung zur Patch-Verwaltung? Es gibt keine „beste“ Lösung. NinjaOne und Atera zeichnen sich durch ihren Cloud-basierten RMM-Ansatz aus; ManageEngine bietet insbesondere eine breite Betriebssystemabdeckung; Automox eignet sich hervorragend für schlanke Bereitstellungen; Ivanti ist ideal für Unternehmen; und Microsoft Intune ist die beste Wahl für Windows-basierte Umgebungen. Und Acronis Cyber Protect überzeugt durch seine zusätzlichen, integrierten Backup- und Sicherheitsfunktionalitäten.
Wie funktioniert eine Patch-Verwaltung? Der Lebenszyklus umfasst die Inventarisierung von Geräten, die Suche nach fehlenden Patches, deren Priorisierung nach Schweregrad, das Testen der Patches, deren Bereitstellung innerhalb von Wartungsfenstern und eine Erfolgskontrolle. Viele Lösungen erstellen auch Backups, um Rollbacks (bei Bedarf) durchführen zu können.
Gibt es kostenlose Patch-Verwaltungslösungen? Ja. WSUS ist für Windows kostenlos. ManageEngine bietet eine kostenlose Version für bis zu 20 PCs und fünf Server an. Es gibt zwar Open-Source-Optionen (wie Local Update Publisher und PDQ Deploy), aber diese erfordern häufig eine manuelle Wartung.
Welche Arten von Patches gibt es? Patches lassen sich im Allgemeinen in drei Kategorien einteilen: Sicherheitspatches (zur Behebung von Sicherheitslücken), Bugfix-Patches (zur Behebung fehlerhafter Funktionen) und Funktionsupdates (zur Verbesserung der Funktionalität).
Wie wähle ich die richtige Lösung zur Patch-Verwaltung aus? Bewerten Sie Ihre Anforderungen in Bezug auf automatisiertes Scannen, die Unterstützung von Drittanbieter-Applikationen, die Betriebssystemkompatibilität, Berichtserstellungen und die Integration mit Backup- und Sicherheitsfunktionen.
Warum ist eine Patch-Verwaltung auch in puncto Cyber Security wichtig? Nicht gepatchte Systeme sind bevorzugte Angriffsziele. Durch regelmässiges Patching werden Sicherheitslücken geschlossen, bevor diese ausgenutzt werden können. Angesichts von über 40.000 im Jahr 2024 bekannt gewordenen Schwachstellen wird schnell klar, wie wichtig ein zeitnahes Patching ist, um Ransomware-Angriffe abwehren und Compliance-Vorgaben erfüllen zu können.
Ein rechtzeitiges Patching ist also entscheidend, um die Sicherheit und Resilienz von IT-Umgebungen gewährleisten zu können. Angesichts der zunehmenden Anzahl von Cyberbedrohungen und Remote-Arbeitsplätzen sollten Unternehmen in Lösungen investieren, mit denen diese Anforderungen automatisierbar, transparent und zuverlässig erfüllt werden können.
Die zehn hier vorgestellten Produkte reichen von einfachen Windows-Dienstprogrammen bis hin zu umfassenden Cyber Protection-Lösungen. Acronis Cyber Protect zeichnet sich dadurch aus, dass die Patching-Funktionalität mit Backup- und Antimalware-Fähigkeiten integriert ist, während Acronis RMM eine spezielle, auf Windows ausgerichtete Plattform für MSPs darstellt. Egal, für welche Option Sie sich entscheiden: Sie sollten der Patch-Verwaltung Priorität einräumen, um Datenschutzverstöße zu vermeiden und die Systemstabilität zu gewährleisten.
Möchten Sie sehen, wie eine einheitliche Cyber Protection-Lösung in der Praxis funktioniert?
Unternehmen/Konzerne: Melden Sie sich für eine kostenlose Testversion von Acronis Cyber Protect an, um zu erleben, welche Vorteile die Integration von Patching-, Backup- und Sicherheitsfunktionalitäten bietet: https://www.acronis.com/de/products/cyber-protect/.
Managed Service Provider (MSPs): Entdecken Sie Acronis RMM als Bestandteil von Acronis Cyber Protect Cloud: https://www.acronis.com/de/solutions/cloud/patch-management/ .
Über Acronis
Acronis ist ein Schweizer Unternehmen, das 2003 in Singapur gegründet wurde. Das Unternehmen verfügt über 15 Büros weltweit und beschäftigt Mitarbeiter:innen in mehr als 60 Ländern. Acronis Cyber Platform ist in 26 Sprachen sowie in über 150 Ländern verfügbar und wird bereits von über 21,000 Service Providern zum Schutz von mehr als 750,000 Unternehmen eingesetzt.



