Obwohl KMUs wegen ihrer Größe eigentlich keine lohnende
Angriffsziele sein sollen, sind sie doch durch
Lieferketten-Angriffe und Ransomware-Gruppen, die verstärkt mit
Automatisierung arbeiten, zunehmend gefährdet
SCHAFFHAUSEN, Schweiz, 09. August 2021 - Acronis, der weltweit führende
Anbieter von Cyber
Protection-Lösungen, hat heute das Jahresmitte-2021-Update
seines regelmäßigen Acronis Cyberthreats Reports veröffentlicht.
Dieser Bericht bietet eine tiefergehende Auswertung der
Cyberbedrohungstrends, die von den Experten des Unternehmens
beobachtet werden. Der Bericht, der diese Woche auf der Black Hat
2021-Veranstaltung veröffentlicht wurde, bei der Acronis als
Diamond Sponsor auftrat, warnt davor, dass KMUs (kleine und
mittlere Unternehmen) aufgrund der im ersten Halbjahr 2021
beobachteten Angriffstrends besonders gefährdet sind.
Der Bericht deckt auf, dass vier von fünf Unternehmen in der
ersten Hälfte diesen Jahres von einer Cyber Security-Verletzung
betroffen waren, die wiederum auf eine Schwachstelle in ihrem
Drittanbieter-Ökosystem zurückzuführen ist. Und das in einer Zeit,
in der die durchschnittlichen Kosten durch Datenschutzverletzungen
auf rund 3,56 Millionen US-Dollar gestiegen sind - und die
durchschnittlich erpressten Zahlungen nach Ransomware-Angriffen um
33% auf über 100.000 US-Dollar.
Während solche Beträge wohl für jedes Unternehmen eine große
finanzielle Belastung darstellen, können sie für viele KMUs sogar
das Ende bedeuten. Was Acronis dementsprechend als eines der großen
Sicherheitsrisiken für die zweite Hälfte von 2021 ansieht.
"Obwohl die zunehmenden Angriffe Unternehmen aller
Größenordnungen betreffen, wurden die Auswirkungen auf kleinere
Unternehmen in den Berichterstattungen über aktuelle
Cyberbedrohungen bisher zu wenig beachtet", erläutert Candid Wüest,
Vice President des Bereichs Cyber Protection Research bei Acronis.
"Anders als Großunternehmen fehlen KMUs meistens die erforderlichen
Geldmittel, Ressourcen oder eigenen Experten, um die heutigen
Bedrohungen selbst abzuwehren. Deshalb wenden sie sich an
entsprechende Service Provider. Wenn diese jedoch selbst
kompromittiert werden, sind die KMUs den Angreifern regelrecht
ausgeliefert."
Durch Lieferketten-Angriffe auf MSPs (Managed Service Provider)
können Angreifer sowohl auf das MSP-Geschäft als auch auf die
entsprechenden Kunden zugreifen. Wie der Hackerangriff auf
SolarWinds im letzten und der auf Kaseya VSA in diesem Jahr gezeigt
haben, kann ein erfolgreicher Angriff Hunderte oder gar Tausende
von KMUs in Mitleidenschaft ziehen.
Auf der Black Hat 2021-Veranstaltung gab Wüest in der Sitzung
"Ransomware
Attacks Against MSPs - A Nightmare for SMBs" ausführliche
Einblicke in typische Lieferketten-Angriffe auf
IT-Service-Provider, die eine besondere Bedrohung für KMUs
darstellen.
Weitere Erkenntnisse zur Jahresmitte 2021
Neben den prominenten Angriffen, die in den letzten Monaten die
Schlagzeilen beherrschten, sowie den Bedenken, die Acronis
hinsichtlich der Auswirkungen auf MSPs und KMUs äußert, werden im
Acronis Cyberthreats Mid-Year 2021 Report noch weitere Erkenntnisse
behandelt:
· Phishing-Angriffe werden immer häufiger.
Phishing-E-Mails, die unachtsame Anwender mit Social
Engineering-Techniken dazu verleiten wollen, auf schädliche Anhänge
oder Links zu klicken, haben vom ersten zum zweiten Quartal 2021 um
62% zugenommen. Dieser Anstieg ist deswegen so besorgniserregend,
weil 94% der Malware per E-Mail verbreitet wird. Im selben Zeitraum
hat Acronis mehr als 393.000 Phishing- und andere gefährliche URLs
für seine Kunden blockieren können und so verhindert, dass
Angreifer auf wertvolle Daten zugreifen konnten oder Malware in die
Systeme der Kunden eingeschleust wurde.
· Datenexfiltrationen nehmen weiter zu. In 2020
wurden die Daten von mehr als 1.300 Ransomware-Betroffenen nach
entsprechenden Angriffen öffentlich zugänglich gemacht. Denn die
Cyberkriminellen versuchen zunehmend auch auf diese Art, ihre
Gewinne aus erfolgreichen Vorfällen zu maximieren. In der ersten
Hälfte von 2021 wurden bereits über 1.100 Datenlecks
veröffentlicht, was auf einen Anstieg von 70% für dieses Jahr
hinausläuft.
· Remote-Mitarbeiter sind weiterhin ein Hauptziel.
Als Folge der COVID-19-Pandemie wird auch weiterhin auf Homeoffice
und ähnliche Remote-Arbeit zurückgegriffen. Zwei Drittel dieser
Remote-Mitarbeiter verwenden inzwischen Firmengeräte auch für
private Aktivitäten und umgekehrt Privatgeräte auch für
Geschäftliches (z.B. im Homeoffice). Infolgedessen werden
Remote-Mitarbeiter zunehmend von Angreifern ins Visier genommen.
Acronis konnte weltweit mehr als doppelt so viele Cyberattacken
beobachten, wobei Brute-Force-Angriffe per RDP auf Remote-Maschinen
sogar um 300% zugenommen haben.
Die Grundlagen des Acronis Cyberthreats Mid-Year 2021
Reports
Der Acronis Cyberthreats Mid-Year 2021 Report basiert auf der
Auswertung von Angriffs- und Bedrohungsdaten, die vom globalen
Netzwerk der Acronis CPOCs (Cyber Protection Operation Centers)
gesammelt wurden, wo Cyberbedrohungen weltweit rund um die Uhr
überwacht und analysiert werden. Die verwendeten Malware-Daten
wurden weltweit von mehr als 250.000 individuellen Endpunkten
gesammelt, auf denen Acronis Cyber Protect läuft (entweder über
einen MSP bereitgestellt, der dafür Acronis Cyber Protect Cloud
verwendet, oder weil die Unternehmen ihre Endpunkte selbst mit
Acronis Cyber Protect 15 schützen). Für das Mid-Year 2021-Update
des Berichts wurden Angriffe auf Endgeräte ausgewertet, die im
Zeitraum Januar bis Juni 2021 entdeckt wurden.
Der vollständige Bericht bietet ausführliche Einblicke in die
entscheidenden Sicherheits-/Bedrohungstrends, die von den CPOCs im
ersten Halbjahr 2021 erkannt wurden, einen Überblick über wichtige
Malware-Familien sowie dazugehörige Statistiken, eine detaillierte
Analyse der gefährlichsten Ransomware-Gruppen, Informationen zu
Schwachstellen, die erfolgreiche Angriffe ermöglicht haben, sowie
Sicherheitsempfehlungen von Acronis für den Rest des Jahres 2021
und darüber hinaus.
Sie können eine Kopie des vollständigen Acronis Cyberthreats
Mid-Year 2021 Reports
hier herunterladen.
Über Acronis:
Acronis ist ein globales Cybersecurity-Unternehmen und bietet die einzige nativ integrierte Plattform für Cybersicherheit, Datenschutz und Infrastrukturmanagement für Managed Service Provider und IT-Abteilungen. Acronis-Lösungen helfen Unternehmen dabei, ihre IT-Umgebungen zu identifizieren und zu schützen, Bedrohungen zu erkennen und darauf zu reagieren sowie Daten wiederherzustellen und zu verwalten, um Datenintegrität und Geschäftskontinuität sicherzustellen.
Acronis ist ein Schweizer Unternehmen, das 2003 in Singapur gegründet wurde. Das Unternehmen verfügt über 15 Büros weltweit und beschäftigt Mitarbeiter:innen in mehr als 60 Ländern. Acronis Cyber Platform ist in 26 Sprachen sowie in über 150 Ländern verfügbar und wird bereits von über 21,000 Service Providern zum Schutz von mehr als 750,000 Unternehmen eingesetzt. Erfahren Sie mehr unter www.acronis.com.