München, 24. August 2022 - Acronis, ein visionärer und
führender globaler Anbieter von Cyber
Protection-Lösungen, hat heute den
Acronis Cyber Threat Report zur Jahresmitte 2022
veröffentlicht. In dieser Studie, durchgeführt von den
internationalen Cyber Protection Experten der Acronis Cyber
Protection Operation Centern (CPOCs) wurden verschiedene Cyber Risk
Trends ausgewertet. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass
Ransomware weiterhin die stärkste Bedrohung für mittlere und große
Unternehmen, sowie öffentliche Einrichtungen darstellt. Darüber
hinaus führt übermäßige Komplexität der IT und ihrer
Infrastrukturen zu vermehrten Angriffen:Fast die Hälfte aller
gemeldeten Sicherheitslücken in der ersten Jahreshälfte von 2022
betraf gestohlene Anmeldedaten, die dann wiederum als Grundlage für
Phishing- und Ransomware-Angriffe dienten.
Um Anmeldedaten und andere sensible Informationen abzugreifen,
werden Phishing- und ähnliche schädliche E-Mails von
Cyberkriminellen als bevorzugte Angriuffsvektoren eingesetzt. Fast
ein Prozent aller E-Mails enthalten betrügerische Links oder
Dateien; und von diesen E-Mails gelangt wiederum mehr als ein
Viertel (26,5%) in den Posteingang der jeweiligen Endanwender.
Dabei wurden diese Mails auch nicht von Microsoft 365 blockiert,
konnten jedoch durch das Email Security-Erweiterungspaket von
Acronis entfernt werden.
Darüber hinaus geht aus den Ergebnissen der Studie hervor, wie
Cyberkriminelle mithilfe von Malware und ungepatchten
Software-Schwachstellen Daten extrahieren und Unternehmen als
Geiseln nehmen. Die Cyber Security-Bedrohungslandschaft wird
außerdem durch die zunehmende Zahl von Angriffen über
unkonventionelle Einfallstore erschwert. Die Angreifer haben in
letzter Zeit Kryptowährungen und dezentralisierte Finanzsysteme zu
einer ihrer Prioritäten gemacht. Über diese Wege haben erfolgreiche
Einbrüche zu Verlusten in Milliardenhöhe und Terabyte an
exponierten Daten geführt.
Derartige Angriffe wurden auch dadurch befördert, dass der
IT-Bereich mittlerweile übermäßig komplex geworden ist. Das ist ein
weit verbreitetes Problem in Unternehmen, da viele Führungskräfte
im technischen Bereich davon ausgehen, dass mehr Anbieter und mehr
Programme auch zu mehr Sicherheit führen - obwohl genau das
Gegenteil der Fall ist. Eine erhöhte Komplexität vergrößert die
Angriffsfläche und bietet den Kriminellen daher mehr
Schwachstellen, was die betroffenen Unternehmen wiederum anfällig
für potenziell verheerende Schäden macht.
"Moderne Cyberrisiken entwickeln sich ständig weiter und können
sich herkömmlichen Sicherheitsmaßnahmen daher leichter entziehen",
sagt Candid Wüest, Acronis Vice President of Cyber Protection
Research. "Unternehmen, egal welcher Größe, benötigen einen
ganzheitlichen Cyber Security-Ansatz, der von einem umfassenden
Malware-Schutz über E-Mail-Sicherheitsfunktionen bis hin zur
Möglichkeit der Schwachstellenbewertung von Software alles umfassen
sollte. Cyberkriminelle sind mittlerweile zu raffiniert und die
Folgen von Angriffen zu gravierend, als dass man weiterhin auf
einschichtige Ansätze und Punktlösungen setzen sollte."
Wichtige Datenpunkte offenbaren eine komplexe
Bedrohungslandschaft
Da die Abhängigkeit von der Cloud zunimmt, haben auch die
Angreifer begonnen, die unterschiedlichsten Zugangswege zu
Cloud-basierten Netzwerken ins Visier zu nehmen. Die
Cyberkriminellen konzentrierten sich beispielsweise vermehrt auf
Linux-Betriebssysteme und Managed Service
Provider (MSPs) (und deren Netzwerk aus KMU-Kunden). Die
Bedrohungslandschaft verändert sich - und die Unternehmen müssen
damit Schritt halten können.
Ransomware-Angriffe haben sich verschlimmert - sogar mehr als
wir vorhergesagt haben.
· Ransomware-Banden (wie Conti oder Lapsus$) richten
erhebliche Schäden an;
· Die Conti-Bande forderte beispielsweise 10 Millionen
US-Dollar Lösegeld von der costaricanischen Regierung und hat von
den gestohlenen Daten (672 GB) einen Großteil veröffentlicht;
· Lapsus$ konnte wiederum 1 TB an sensiblen Daten stehlen
und die Anmeldedaten von über 70.000 NVIDIA-Nutzern entwenden.
Dieselbe Bande konnte zudem 30 GB Quellcode von T-Mobile
stehlen;
· Das US-Außenministerium ist entsprechend besorgt und
bietet eine Belohnung von bis zu 15 Millionen US-Dollar für
Informationen zu Führung und Komplizen von Conti.
Die Nutzung von Phishing-Techniken, neuen Malware-Varianten,
schädlichen E-Mails und manipulierten Websites nimmt weiter zu.
· Rund sechshundert betrügerische E-Mail-Kampagnen
konnten allein im ersten Halbjahr 2022 im Internet ermittelt
werden;
· 58% dieser E-Mail-Angriffe waren Phishing-Versuche;
· Weitere 28% dieser gefährlichen E-Mails enthielten
Malware;
· Die Geschäftswelt wird zunehmend dezentralisiert und im
2. Quartal 2022 versuchten durchschnittlich 8,3 % der Endpunkte,
auf gefährliche URLs zuzugreifen.
Immer mehr Cyberkriminelle konzentrieren sich auf
Kryptowährungen und dezentralisierte Finanz-Plattformen (DeFis).
Durch das Ausnutzen von Schwachstellen in sogenannten Smart
Contracts oder das Stehlen von Wiederherstellungsphrasen und
Kennwörtern mithilfe von Malware oder durch Phishing-Versuche haben
sich Hacker einen Weg in Krypto-Wallets und -Börsen gebahnt.
· Die Cyberangriffe haben seit 2012 zu einem Verlust von
mehr als 60 Milliarden US-Dollar in DeFi-Währungen beigetragen;
· Allein 44 Milliarden US-Dollar davon sind in den
zurückliegenden 12 Monaten verschwunden.
Ungepatchte Schwachstellen in exponierten Diensten sind ein
weiterer häufiger Infektionsvektor (wie man gut bei
Kaseya sehen kann). Aus diesem Grund bemühen sich Unternehmen
wie Microsoft, Google oder Adobe um regelmäßige Software-Patches
und Transparenz bei öffentlich gemeldeten Schwachstellen. Und
derartige Patches haben wohl tatsächlich dazu beigetragen, den
Anstieg auf 79 neue Ausnutzungen von Schwachstellen pro Monat
einzudämmen. Doch auch ungepatchte Schwachstellen haben etwas damit
zu tun, dass die Überkomplexität im IT-Bereich für Unternehmen eher
schädlich als nützlich geworden ist. Denn alle sich aus dieser
Komplexität ergebenden zusätzlichen Schwachstellen stellen eben
auch zusätzliche potenzielle Fehlerquellen dar.
Datenschutzverstöße schaden dem Umsatz und dem
Ansehen
Cyberkriminelle fordern häufig Lösegeld oder stehlen einfach
Vermögenswerte von ihren Opfern. Aber die Unternehmen haben nicht
nur unter den unmittelbaren finanziellen Herausforderungen zu
leiden. Denn die Angriffe führen häufig auch zu Ausfallzeiten und
anderen Verstößen gegen die Service Level-Vereinbarung (SLA), was
sich auf den Ruf des Unternehmens sowie die Kundenzufriedenheit
auswirken kann.
· Für das Jahr 2021 konnte das FBI einen Gesamtschaden
von 2,4 Milliarden US-Dollar durch die Kompromittierung von
Geschäfts-E-Mails (Business Email Compromise (BEC)) ermitteln;
· Mehr als ein Drittel (36%) aller Ausfallzeiten im Jahr
2021 wurden durch Cyberangriffe verursacht.
Die aktuelle Cyber Security-Bedrohungslandschaft erfordert
mehrschichtige Lösungen, die Antimalware-, Endpoint Detection &
Response (EDR)-, Data Loss Prevention (DLP)-
und Email Security-Technologien sowie Schwachstellenbewertungs-,
Patch-Verwaltungs-, Remote Monitoring & Management (RMM)- und
Backup-Fähigkeiten unter einer Benutzeroberfläche vereinen. Durch
die Integration dieser verschiedenen Komponenten können Unternehmen
Cyberangriffe besser abwehren, die Auswirkungen erfolgreicher
Angriffe abmildern sowie dennoch kompromittierte Daten, die
manipuliert oder gestohlen wurden, wiederherstellen.
Den kompletten Global Acronis Mid-Year Cyberthreats 2022 Report
in englischer Sprache könnenn
hier herunterladen.
Über Acronis:
Acronis ist ein globales Cybersecurity-Unternehmen und bietet die einzige nativ integrierte Plattform für Cybersicherheit, Datenschutz und Infrastrukturmanagement für Managed Service Provider und IT-Abteilungen. Acronis-Lösungen helfen Unternehmen dabei, ihre IT-Umgebungen zu identifizieren und zu schützen, Bedrohungen zu erkennen und darauf zu reagieren sowie Daten wiederherzustellen und zu verwalten, um Datenintegrität und Geschäftskontinuität sicherzustellen.
Acronis ist ein Schweizer Unternehmen, das 2003 in Singapur gegründet wurde. Das Unternehmen verfügt über 15 Büros weltweit und beschäftigt Mitarbeiter:innen in mehr als 60 Ländern. Acronis Cyber Platform ist in 26 Sprachen sowie in über 150 Ländern verfügbar und wird bereits von über 21,000 Service Providern zum Schutz von mehr als 750,000 Unternehmen eingesetzt. Erfahren Sie mehr unter www.acronis.com.