Der neue Bericht zeigt beunruhigende Trends auf: Die
Cyberkriminellen nutzen Künstliche Intelligenz (KI), es gibt
hartnäckige Ransomware-Angriffe und zunehmend viele
Datendiebe
SCHAFFHAUSEN, Schweiz, 29. Juni 2023 - Acronis, ein weltweit
führender Anbieter von Cyber Protection-Lösungen, hat heute die
Ergebnisse seines
Halbjahres-Berichts zu aktuellen Cyberbedrohungen ("Von
Innovationen bis Risiken: So können Sie die Auswirkungen von
KI-gestützten Cyberangriffen managen") veröffentlicht. Diese
umfassende Studie beruht auf den Daten von weltweit über einer
Million Endpunkten und ermöglicht einen tiefergehenden Einblick in
die sich ständig weiterentwickelnde Cyber Security-Landschaft. Sie
deckt auf, dass die Cyberkriminellen zunehmend Systeme mit
generativer künstlicher Intelligenz (KI) - wie etwa ChatGPT -
einsetzen, um schädliche Inhalte zu erstellen und ausgeklügelte
Angriffe durchzuführen.
Der halbjährliche Bedrohungsbericht macht deutlich, dass
Ransomware weiterhin das größte Risiko für KMUs darstellt. Auch
wenn die Zahl neuer Ransomware-Varianten derzeit rückläufig ist,
haben die Ransomware-Angriffe weiterhin erhebliche Auswirkungen.
Ebenso besorgniserregend ist die wachsende Bedeutung von
Datendieben, die sich mit gestohlenen Anmeldedaten unbefugten
Zugriff auf vertrauliche Informationen verschaffen.
"Der Umfang der Bedrohungen ist 2023 (im Vergleich zum Vorjahr)
sprunghaft angestiegen, was ein Zeichen dafür ist, dass die Täter
die Art und Weise, wie sie Systeme kompromittieren und Angriffe
ausführen, weiter skalieren und verbessern können", sagt Candid
Wüest, Vice President of Research bei Acronis. "Um auf die
dynamische Bedrohungslandschaft angemessen reagieren zu können,
benötigen Unternehmen agile, umfassende und vereinheitlichte
Sicherheitslösungen, die notwendige Analysewerkzeuge bereitstellen,
um die Angriffe verstehen, komplexe Zusammenhänge aufschlüsseln und
passende Abhilfemaßnahmen für jede Bedrohung anbieten zu können -
egal, ob es sich die Behebung von Malware-Folgen,
Systemschwachstellen oder etwas dazwischen handelt."
Die Hauptmethode, mit der die Cyberkriminellen an Anmeldedaten
gelangen, sind dem Bericht zufolge weiterhin Phishing-Angriffe.
Allein im ersten Halbjahr 2023 ist (im Vergleich zu 2022) die Zahl
der E-Mail-basierten Phishing-Angriffe um 464% gestiegen. Im selben
Zeitraum gab es außerdem bei den Angriffen pro Unternehmen einen
Anstieg um 24%. In diesem Zeitraum konnte Acronis zudem
feststellen, dass die Anzahl der Dateien und URLs, die in einer
gescannten E-Mail gefunden wurden, um 15% gestiegen ist. Die
Cyberkriminellen haben außerdem den derzeit boomenden Markt für
LLM-basierte KI-Systeme (Large Language Model, große
computergestützte und intelligente Sprachmodelle) für sich entdeckt
und nutzen die entsprechenden Plattformen, um durch aktives Lernen
neue Angriffe zu entwickeln, zu automatisieren, zu skalieren und zu
verbessern.
Die Landschaft der Cyberangriffe entwickelt sich ständig
weiter
Die Cyberkriminellen gehen bei ihren Angriffen immer
raffinierter vor - sie nutzen dafür sowohl Künstliche Intelligenz
als auch bestehende Ransomware-Codes, um die Systeme der Opfer
tiefer zu infiltrieren und dort sensible Informationen zu
extrahieren. KI-generierte Malware ist darauf ausgelegt, sich der
Erkennung durch herkömmliche Antivirus-Modelle zu entziehen. Da
verwundert es nicht, dass die Zahl der öffentlich gemeldeten
Ransomware-Fälle im Vergleich zum Vorjahr regelrecht explodiert
ist. Die von Acronis überwachten Endpunkte sammeln regelmäßig
wertvolle Daten darüber, wie die Cyberkriminellen agieren. Daraus
lässt sich gut erkennen, wie viel intelligenter, ausgefeilter und
schwieriger zu erkennen manche Angriffe geworden sind.
Die nachfolgenden wichtigsten Ergebnisse des Berichts beruhen
auf umfangreichen Forschungen und Analysen:
· Acronis konnte im ersten Quartal (Q1) 2023 fast 50
Millionen URLs direkt auf den Endpunkten blockieren. Gegenüber Q4
2022 bedeutet dies einen Anstieg um 15%.
· In Q1 2023 gab es 809 veröffentlichte Ransomware-Fälle -
mit einem Ausschlag von 62% im März (in Bezug auf durchschnittlich
270 Fälle pro Monat).
· In Q1 2023 waren 303% aller empfangenen E-Mails
Spam-Nachrichten. Und wiederum 1,3% davon enthielten Phishing-Links
oder Malware.
· Jede ermittelte Malware-Variante war durchschnittlich
2,1 Tage in "freier Wildbahn" unterwegs, bevor sie wieder
verschwand. 73% der gefundenen Varianten sind nur einmal
aufgetaucht.
· Dabei erweisen sich die öffentlichen KI-Modelle als
unbeabsichtigte Gehilfen für die Kriminellen, die nach
Quellcode-Schwachstellen suchen und neue Angriffe entwickeln, die
beispielsweise mit betrügerischen Methoden (wie Deep Fakes) gängige
Abwehrmaßnahmen unterlaufen.
Die kriminellen Banden setzen Phishing-Techniken ein, um
Anmeldedaten abzugreifen sowie Daten und Geldmittel zu extrahieren.
Dabei fällt auf:
· Phishing bleibt die beliebteste Methode zum Stehlen von
Anmeldedaten und macht 73% aller Angriffe aus. An zweiter Stelle
kommen BEC-Betrugsmaschen (Business Email Compromise), die 15%
ausmachen.
· Die LockBit-Bande war für besonders große
Datenschutzverstöße verantwortlich.
· Die Ransomware-Bande Cl0p konnte in das System eines
amerikanischen Dienstleisters für psychische Gesundheit eindringen
und personenbezogene Daten, die nach der amerikanischen
HIPAA-Verordnung streng zu schützen wären, von mehr als 783.000
Personen abgreifen.
· Die Ransomware-Gruppe BlackCat konnte bei einem
indischen Industrieunternehmen mehr als 2 TB an geheimen
militärischen Daten stehlen (wozu auch personenbezogene
Informationen über Angestellte und Kunden gehörten).
· Die Hacker-Gruppe Vice Society konnte erfolgreich die
Universität Duisburg-Essen angreifen und dabei 1.200 Server sowie
die personenbezogenen Daten von 43.000 Studierenden, 4.000
wissenschaftlichen Angestellten und 1.500 Administratoren
kompromittieren.
Die Datenschutzverstöße machen große Sicherheitsprobleme
deutlich
Wie der Bericht offenlegt, ebnen herkömmliche Cyber
Security-Verfahren und fehlende Abwehrmaßnahmen den Hackern den
Weg:
· Es fehlt in den Unternehmen an leistungsfähigen
Sicherheitslösungen, die erkennen können, wenn
Zero-Day-Schwachstellen ausgenutzt werden.
· Die Unternehmen versäumen es oft, selbst lange nach
Verfügbarkeit eines Sicherheitspatches, die betroffene Software
zeitnah zu aktualisieren.
· Linux-Server geraten zunehmend ins Visier von
Cyberkriminellen und sind nicht ausreichend vor diesen geschützt.
· Nicht alle Unternehmen befolgen ein sachgerechtes
Backup-Protokoll (wie etwa die sogenannte 3-2-1-Backup-Regel).
In Anbetracht dieser Trends verweist Acronis erneut auf die
Notwendigkeit von proaktiven Cyber Protection-Maßnahmen. Eine
solide, modernen Cyber Protection-Anforderungen gerechtwerdende
Sicherheitsaufstellung erfordert mehrschichtige Lösungen, die
Antimalware-,
Endpoint Detection & Response (EDR)-, Data
Loss Prevention (DLP)- und Email Security-Technologien sowie
Schwachstellenbewertungs-, Patch-Verwaltungs-, Remote Monitoring &
Management (RMM)- und Backup-Fähigkeiten unter einer
Benutzeroberfläche vereinen. Mit einer solchen fortschrittlichen
Lösung, die mit Künstlicher Intelligenz, Maschinellem Lernen und
Verhaltensanalyse arbeitet, lassen sich die Risiken deutlich
abschwächen, die von Ransomware und Datendieben ausgehen. Acronis
arbeitet durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung sowie
durch enge Zusammenarbeit mit seinen Industriepartnern daran,
Einzelpersonen und Unternehmen mit innovativen Lösungen zum Schutz
vor modernen Cyberbedrohungen zu versorgen.
Sie können den vollständigen Acronis Mid-Year Cyberthreats
Report 2023 hier herunterladen:
https://www.acronis.com/en-us/resource-center/resource/acronis-mid-year-cyberthreats-report-2023/
Weitere Informationen über den Bericht und dessen Ergebnisse
finden Sie außerdem in diesem
Beitrag im Acronis Blog.
Acronis Partner, die sich für Cyber Protection-Schulungen und
Zertifizierungsprogramme rund um die Acronis Security-Lösungen und
neuesten Cyberbedrohungen interessieren, können https://www.acronis.com/de-de/academy/
besuchen.
Über Acronis:
Acronis ist ein globales Cybersecurity-Unternehmen und bietet die einzige nativ integrierte Plattform für Cybersicherheit, Datenschutz und Infrastrukturmanagement für Managed Service Provider und IT-Abteilungen. Acronis-Lösungen helfen Unternehmen dabei, ihre IT-Umgebungen zu identifizieren und zu schützen, Bedrohungen zu erkennen und darauf zu reagieren sowie Daten wiederherzustellen und zu verwalten, um Datenintegrität und Geschäftskontinuität sicherzustellen.
Acronis ist ein Schweizer Unternehmen, das 2003 in Singapur gegründet wurde. Das Unternehmen verfügt über 15 Büros weltweit und beschäftigt Mitarbeiter:innen in mehr als 60 Ländern. Acronis Cyber Platform ist in 26 Sprachen sowie in über 150 Ländern verfügbar und wird bereits von über 21,000 Service Providern zum Schutz von mehr als 750,000 Unternehmen eingesetzt. Erfahren Sie mehr unter www.acronis.com.