Oktober 2025
Pressemitteilung

Acronis-Umfrage: 75 Prozent der Männer halten Tech-Branche für fair – 60 Prozent der Frauen sehen das anders

SCHAFFHAUSEN, Schweiz – 22. Oktober 2025 – Die Wahrnehmung von Chancengleichheit in der Technologiebranche unterscheidet sich je nach Geschlecht deutlich. Während 75 Prozent der Männer die Branche als fair empfinden, sehen 60 Prozent der Frauen weiterhin strukturelle Barrieren – von Vorurteilen über ungleiche Aufstiegschancen bis hin zu einer mangelnden Work-Life-Balance. Viele Frauen fühlen sich gezwungen, mehr zu leisten, um dieselbe Anerkennung zu erhalten. Die Ergebnisse verdeutlichen: Echte Gleichstellung in der Tech-Welt ist noch längst nicht erreicht. Diese Ergebnisse gehen aus der aktuellen Acronis-Umfrage „FOMO at Work: The Opportunity Gap Between Men and Women in Tech” im Rahmen des jährlichen „Women in Tech Report“ hervor [1]. 
Die aktuelle Acronis-Umfrage zeigt eine anhaltende Kluft zwischen Männern und Frauen in der Technologiebranche. Während Männer die Branche überwiegend als gerecht empfinden, berichten Frauen von erheblichen Hürden. So sind rund 60 Prozent der Frauen der Meinung, dass Männer und Frauen nicht die gleichen Möglichkeiten für berufliche Entwicklung und Aufstieg haben. Bei den Männern sehen hingegen drei Viertel (75 Prozent) die Branche als chancengleich an. Diese Wahrnehmungslücke deutet darauf hin, dass strukturelle Barrieren für Frauen nach wie vor bestehen, auch wenn viele Männer sie nicht wahrnehmen. 
Ein zentraler Faktor ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. 63 Prozent der Frauen geben an, dass Herausforderungen bei der Work-Life-Balance ihre Karrierechancen beeinträchtigen – im Vergleich zu nur 49 Prozent der Männer. Gleichzeitig empfinden zwei Drittel der Frauen (67 Prozent) den Druck, länger oder härter arbeiten zu müssen, um im Beruf voranzukommen. Bei den Männern sagen das lediglich 56 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Frauen in der Tech-Branche oft mehr leisten müssen, um dieselbe Anerkennung zu erhalten. 
Vorurteile und Barrieren beim Aufstieg  
Besonders deutlich werden die Unterschiede bei der Wahrnehmung von Vorurteilen: 41 Prozent der Frauen nennen Stereotype als größte Hürde für eine Karriere im Bereich Cybersicherheit, während nur ein Drittel der Männer (33 Prozent) dies ebenso sieht. Auch beim Thema Führung spielt das eine zentrale Rolle – 41 Prozent der Frauen sehen in Vorurteilen das größte Hindernis auf dem Weg in leitende Positionen, im Vergleich zu 36 Prozent der Männer. 
Angesichts dieser Hürden wünschen sich viele Frauen mehr Unterstützung: 70 Prozent der Befragten halten speziell auf Frauen zugeschnittene Programme zur Führungskräfteentwicklung für wichtig, während nur 56 Prozent der Männer diese Notwendigkeit sehen.  
Hinzu kommt eine weit verbreitete Sorge, durch familiäre Verpflichtungen beruflich zurückzufallen. Mehr als die Hälfte der befragten Frauen (52 Prozent) befürchtet, dadurch wichtige Karrierechancen zu verpassen, während nur 42 Prozent der Männer diese Angst teilen. 
Diese Diskrepanz macht deutlich, mit welchen versteckten Herausforderungen Frauen weiterhin konfrontiert sind. Denn viele Frauen sehen sich in der Tech-Branche gleich doppelt belastet: Zum einen befürchten sie, aufgrund familiärer Verpflichtungen entscheidende Karriereschritte zu verpassen. Zum anderen spüren sie den Druck, mehr leisten oder länger arbeiten zu müssen, nur um mit ihren männlichen Kollegen Schritt zu halten. 
Dringender Handlungsbedarf 
Die Umfrage unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf. Zwar sind bereits Fortschritte erkennbar, doch bleiben Ungleichheiten tief in der Arbeitskultur verwurzelt – insbesondere in technischen Branchen. Frauen messen gezielten Initiativen wie Führungskräfteentwicklungsprogrammen und Interessenvertretungen deutlich mehr Bedeutung bei, während Männer das Ausmaß struktureller Barrieren häufig unterschätzen. Diese unterschiedlichen Perspektiven legen die bestehenden Defizite in Unternehmen offen – und zeigen zugleich Wege auf, wie Organisationen Ungleichheiten abbauen, Inklusion stärken und das Potenzial aller Mitarbeitenden besser ausschöpfen können. Auf diese Weise entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem vielfältige Talente ihr volles Potenzial entfalten und nachhaltiger Erfolg möglich wird. 
„Unsere Umfrage zeigt deutlich, wie unterschiedlich Männer und Frauen die Arbeit in der Tech-Branche erleben“, so Alona Geckler, Senior Vice President Business Operations und Chief of Staff bei Acronis. „Um die Kluft zwischen den Geschlechtern zu überwinden, braucht es mehr als nur gute Absichten. Unternehmen müssen diese Ungleichheiten erkennen und Programme entwickeln, die Führungsmöglichkeiten erweitern, Vorurteile direkt thematisieren und ein Umfeld schaffen, in dem die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben kein Hindernis darstellt, das die Karriere von Frauen beeinträchtigen könnte.“  
„Dieser Report unterstreicht, wie wichtig es für Unternehmen ist, den Erfahrungen von Frauen in technischen Berufen mehr Gehör zu schenken“, fasst Melyssa Banda, Senior Vice President von Edge Storage and Services bei Seagate Technology, zusammen. „Die gesamte Branche würde davon profitieren, wenn Unternehmen im Technologiesektor weibliche Vorbilder hervorheben, Vorurteile direkt thematisieren und eine Kultur der Inklusion fördern würden. Die Erkenntnisse der aktuellen Acronis-Umfrage bieten nun die Gelegenheit, Maßnahmen zu ergreifen, die Innovationen vorantreiben und ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem alle die gleichen Chancen haben.“ 
[1] Für die Acronis-Studie „FOMO at Work: The Opportunity Gap Between Men and Women in Tech“ wurden weltweit mehr als 650 IT-Fachkräfte aus acht Ländern (USA, Großbritannien, der Schweiz, Deutschland, Spanien, Italien, Singapur und Japan) befragt. Da Frauen weltweit nur 29 Prozent der Beschäftigten in der Technologiebranche ausmachen, wurde diese Zahl bei der Methodik der Umfrage berücksichtigt, um die Genauigkeit und Relevanz zu gewährleisten. 

Über Acronis:

Acronis ist ein globales Cybersecurity-Unternehmen und bietet die einzige nativ integrierte Plattform für Cybersicherheit, Datenschutz und Infrastrukturmanagement für Managed Service Provider und IT-Abteilungen. Acronis-Lösungen helfen Unternehmen dabei, ihre IT-Umgebungen zu identifizieren und zu schützen, Bedrohungen zu erkennen und darauf zu reagieren sowie Daten wiederherzustellen und zu verwalten, um Datenintegrität und Geschäftskontinuität sicherzustellen.

Acronis ist ein Schweizer Unternehmen, das 2003 in Singapur gegründet wurde. Das Unternehmen verfügt über 15 Büros weltweit und beschäftigt Mitarbeiter:innen in mehr als 60 Ländern. Acronis Cyber Platform ist in 26 Sprachen sowie in über 150 Ländern verfügbar und wird bereits von über 21,000 Service Providern zum Schutz von mehr als 750,000 Unternehmen eingesetzt. Erfahren Sie mehr unter www.acronis.com.
Pressekontakte:
Julia Carfagno
PR Americas