Acronis Universal Restore für Wiederherstellung auf abweichender Hardware

Bare-Metal-Restore, also die Wiederherstellung von Daten auf eine leere Festplatte, setzt eine besondere Datenrettungssoftware voraus. Disk-Imaging ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Wiederherstellung, wenn die neue Platte technisch von der defekten Platte abweicht.

Bare-Metal-Restore – Rettung auch wenn kein baugleiches Ersatzlaufwerk verfügbar ist

Bare-Metal-Restore wird eine Form der Datenrettung genannt, die ein Computersystem von einer Datensicherung auf einem Computer mit einer leeren Festplatte (also buchstäblich auf das blanke Blech, das „bare metal“) wiederherstellt. Diese leere Festplatte hatte also weder ein Betriebssystem noch irgendwelche Anwendungen, auch keine Backup-Anwendung. Das klingt zunächst kompliziert, muss es aber nicht sein. Ein Bare-Metal-Backup bietet sogar viele Vorteile gegenüber einer Rettung einzelner Dateien auf eine schon formatierte, im Einsatz befindliche Festplatte. Sie vermeiden den Aufwand für die Installation eines Betriebssystems und dessen Konfiguration, die Einrichtung der Treiber oder das Überspielen von Applikationen. Haben Sie Ihre Datensicherung mit einer Disk-imaging-Software angelegt, werden Sie diesen mehrere Stunden umfassenden Aufwand ersparen können.

Bare-Metal-Restore – die Vorteile

So ein Bare-Metal-Restore ist schnell, richtig schnell. Die gesamte gesicherte Umgebung wird in einem Zug zurückgeschrieben: die Betriebssystemdaten, die Einstellungsdateien, Ihre Nutzdaten und selbst das Desktop-Layout.

1

Bare-Metal-Restore ist einfach, sehr einfach. Sie müssen Ihr Computersystem nicht Stück für Stück neu aufbauen, sondern Sie finden Ihren Computer danach wieder so vor, wie er vor dem Absturz war.

Bare-Metal-Restore ist sicher, wirklich sicher. War Ihr Computer abgestürzt, weil ein Virus oder Ransomware (Erpressungssoftware) ihr Unwesen trieben, so erhalten Sie ein sauberes System von einem sauberen Backup-Datensatz, ohne gesperrte Daten oder die gefährdenden Daten.

Bare-Metal-Restore ist modern, total modern. Mit dem Sichern des kompletten Disk-Images und die Wiederherstellung auf einem neuen, leeren Datenträger können sie ihr althergebrachtes Backup-Programm ablösen.

Bare-Metal-Restore erfrodert Umsicht

Das Aufspielen eines kompletten Disk-Images auf ein neues System mit abweichender Hardware kann zu einem nicht boot-fähigen System führen. Woran liegt das? Beim Installieren eines Betriebssystems wird die Hardware sehr genau analysiert. Es werden die für die jeweilige CPU, Festplattenlaufwerke (HDD), das RAID-System, die Netzwerkkarte, die Grafikkarte usw. die entsprechenden Betriebssystemkomponenten herausgesucht, damit die Geräte richtig angesteuert werden können. Beim Start des System werden nur die Treiber geladen, die für die vorhandene Hardware benötigt werden.

Wenn manche Systeme gewechselt werden – darunter Grafikkarten oder Lautsprecher – ist das meistens kein Problem. Die Treiber können nachinstalliert werden. Bei essentiellen Komponenten wie CPU, Motherboard (Hauptplatine) oder eben dem Festplatten-Controller müssen alle Bausteine zusammenpassen, weil das System ohne die passenden Treiber nicht startet. Hat man ein Festplatten-Image von einem System angelegt und muss man dieses Image auf einem System mit abweichender Hardware wiederherstellen, kann das wiederhergestellte System mitunter nicht gestartet werden kann.

Abhilfe für dieses Problem hilft eine Technik, die auch eine Wiederherstellung auf abweichender Hardware  beherrscht – Acronis Universal Restore.

Restore auf abweichende Hardware

Für die Bewältigung der geschilderten Probleme wurde eine Software für die Datenrettung auf abweichender Hardware entwickelt. Diese ausgeklügelte Technologie von Acronis Universal Restore kann die Betriebssystemeinstellungen ohne Neustart rekonfigurieren. Die Acronis-Lösung ändert die Einstellung, fügt weitere Treiber ein und aktiviert die Treiber, damit das wiederhergestellte System auch gebootet werden kann.

Acronis hat diese Technologie entwickelt und bereits 2006 auf den Markt gebracht. Seitdem wurde die Technologie für das Bare-Metal-Restore auf abweichende Hardware kontinuierlich weiterentwickelt. Heute funktioniert die Technik sogar mit virtuellen Servern und in der Cloud!

Wie funktioniert Acronis Universal Restore

Acronis Universal Restore – How It Works

Nachdem das Disk-Images zunächst wiederhergestellt wurde, analysiert Acronis Universal Restore die neue Hardware und stellt Windows oder Linux betriebssystemseitig so ein, dass die wiederhergestellte Platte in das System passt.

CPU:

Acronis Universal Restore analysiert, ob sich die CPU geändert hat, beispielsweise von Intel nach AMD, oder ob sich die Anzahl der CPus geändert hat, zum Beispiel von einer Einzel-CPU auf eine Multiprozessor-Architektur für Symmetric Multiprocessing. Außerdem wird geprüft, welche Einstellungen im Betriebssystem geändert werden müssen. Damit kann das wiederhergestellte Laufwerk mit dem Betriebssystem und den gegebenenfalls geänderten CPUs kooperieren.

HAL:

Der Aufbau des Computers wird von Acronis Universal Restore ebenfalls durchleuchtet: das Motherboard, die Chipsets und die Hypervisor-Konfiguration. Acronis Universal Restore ändert die Einstellungen für das HAL (Hardware Abstraction Layer) des Betriebssystems. Das ist vor allem dann wichtig, wenn sich die Anzahl oder der Hersteller der CPUs geändert hat.

Boot-kritische Hardware-Treiber:

Acronis Universal Restore untersucht die Zielhardware und fügt alle Treiber ein, die für das neue System erforderlich sind. Dazu gehören die Treiber für Speichersysteme wie SATA, SAS, SCSI und RAID sowie für den SAN-HBA. Damit ist auch schon der komplexeste Teile der Aufgabe bewältigt. Stellt Acronis Universal Restore dabei fest, dass die benötigten Treiber in den vorhandenen Daten nicht gefunden werden, werden Sie zur Bereitstellung der Standard-Windows-Treiber aufgefordert. das sind dieselben Treiber, die Sie auch verwenden, um mit der Windows-F6-Methode einen bootfähigen Flash-Speicher oder eine bootfähige Floppy anzulegen. Normalerweise sind das die Dateien mit der Dateinamenserweiterung INF oder SYS.

Für Linux aktiviert Acronis Universal Restore die Treiber. Sie sind bereits Teil des Linux-Kernels.

Damit dem Betriebssystem beim Start nichts im Weg steht, schaltet Acronis Universal Restore die Treiber ab, die nicht benötigt werden, um Inkompatibilitäten vorzubeugen.

Netzwerk-Treiber:

Damit sich das wiederhergestellte System ohne Schwierigkeiten in die vorhandenen Netzwerke einklinken kann, sucht Acronis Universal Restore die erforderlichen Treiber und aktiviert diese.

Unter Windows, stellt Acronis Universal Restore die alten Netzwerk-Treiber. Dadurch müssen Sie anschließend keine versteckten oder fehlenden Netzwerk-Laufwerke manuell aus der Konfiguration zu entfernen.

UEFI-BIOS-Änderungen:

Das BIOS (Basic Input Output System) des Motherboards und die Firmware sind essentielle Bestandteile, die in Chips auf dem Motherboard gespeichert sind und die Funktionsfähigkeit des Computers überhaupt erst herstellen. Moderne Computer erlauben die Umprogrammierung per UEFI (Unified Extensible Firmware Interface). Virtuelle Server und ältere Computer nutzen dafür oft Änderungen am BIOS. Acronis Universal Restore ändert automatisch die Partitionierung und die Boot-Konfigurationen, so dass ein Disk-Image mit dem geeigneten BIOS und UEFI installiert wird. Dabei erkennt Acronis Universal Restore automatisch, welche Methode das neue Systeme verwendet, so dass Sie hier nicht manuell eingreifen müssen.

MBR-GPT-Änderung:

In den meisten Systemen mit UEFI ist die Festplatte mit einer moderneren GPT (GUID Partition Table) partitioniert. Große Platten können dadurch in 128 Partitionen unterteilt werden, und es können sehr große Partitionen (mit Festplatten größer als 2 TByte) angelegt werden. Systeme mit BIOS benötigen weiterhin den klassischen MBR (Master Boot Record) zur Partitionierung der Festplatte mit maximal 4 „primary“-Partitions auf Festplatten bis 2 TByte.

Acronis justiert automatisch das Partitions-Layout, die Einstellungen für den Boot-Loader und die Boot-Konfiguration. Damit können Sie das Disk-Image passend zu den originale MBR- und GPT-Einstellungen wiederherstellen oder umgekehrt das Image mit den neuen MBR- und GPT-Einstellungen aufspielen. Die Änderungen funktionieren in beide Richtungen, solange diese vom Betriebssystem und der Festplatte unterstützt werden.

Zusammenfassung

Bare-Metal-Restore mit Acronis Universal Restore ergibt das schnellste Verfahren zur Wiederherstellung eines kompletten PCs auf gleicher oder abweichender Hardware. Selbst eine Wiederherstellung von einem physischen System auf ein virtuelles System (P2V), von einem virtuellen System auf ein anderes virtuelles System (V2V) oder von einem virtuellen System in die Cloud (V2C) ist dabei möglich. Die Acronis-Technologie reduziert das RTO (Recovery Time Objective) und die Ausfallzeiten erheblich. Weil sich die Investitionen schon nach einer Wiederherstellung auszahlen, ist auch der ROI (Return-on-investment) äußerst günstig.

Related articles