Best Practices für Backup und Recovery in der Fertigungsindustrie

Acronis
Acronis Cyber Protect
ehemals Acronis Cyber Backup

In der Fertigungsindustrie spielen Lösungen für Daten-Backup und -Wiederherstellung sowie Disaster Recovery eine zentrale Rolle, um kontinuierliche Produktionsabläufe und somit die Profitabilität von Fertigungsunternehmen zu gewährleisten. Denn nur wenige Minuten Ausfallzeit können zu Umsatzverlusten in Millionenhöhe, Kapazitätsverlusten und höheren Abwicklungskosten führen.

Zudem ist vor Ort häufig kein technischer Support vorhanden, der sich um Ausfallursachen (z. B. Störungen von Servern, die automatisierte Prozesse steuern) kümmern kann – was eine Verfügbarkeit von nahezu 100 % fast unmöglich macht.

Andere – eventuell weniger unterbrechungsanfällige – Bereiche des Fertigungsgeschäfts können ebenfalls keine längeren Ausfallzeiten oder den Verlust wichtiger Daten durch Cyberangriffe, Ausfälle der technischen Infrastruktur, menschliche Fehler oder Naturkatastrophen verkraften.

Besonders Ransomware hat sich in den letzten Jahren zur größten Cyberbedrohung in der Fertigungsindustrie entwickelt und verursacht in Unternehmen aller Größen kostspielige Datendiebstähle und Ausfälle. Ransomware-Angriffe werden immer raffinierter und häufiger, wobei die Cyberkriminellen ihre Opfer mit immer neuen Taktiken dazu bringen, für die Wiederherstellung ihrer Daten und Verfügbarkeit zu bezahlen.

Durch die zunehmende Abhängigkeit von digitalen Systemen und die stetig wachsenden Mengen an generierten Daten benötigen die Fertigungsunternehmen bessere und effektivere Strategien, um ihre geschäftskritischen Daten zuverlässig schützen und die Abläufe im Falle einer Unterbrechung schnell wiederherstellen zu können.

Idealerweise sollten dazu Lösungen für Daten-Backup, Recovery und Disaster Recovery gehören:

  • Beim Daten-Backup werden Kopien von wichtigen Daten erstellt und an sicheren Orten aufbewahrt. Für umfassenden Schutz müssen die Backups regelmäßig – idealerweise in Echtzeit oder in kurzen Abständen – durchgeführt und sowohl lokal als auch außerhalb des Firmenstandorts gespeichert werden. Lokale Backups haben den Vorteil, dass sie für die sofortige Recovery schnell verfügbar sind, während Backups außerhalb des Firmenstandorts Schutz vor physischen Bedrohungen (z. B. Feuer oder Naturkatastrophen) bieten.
  • Recovery-Lösungen sind für die schnelle Wiederherstellung von Daten und Systemen im Falle von versehentlichen Datenverlusten, Systemausfällen oder Cyberangriffen unerlässlich. Da Ausfälle in der Fertigungsindustrie enorme finanzielle Folgen haben können, müssen Maßnahmen ergriffen werden, die eine effiziente Recovery ermöglichen. Dazu gehört der Einsatz von Datenwiederherstellungssoftware, die Implementierung redundanter Systeme und die Erstellung eines Recovery-Plans, der die nötigen Schritte und Zuständigkeiten festlegt. Zudem sorgen regelmäßige Tests und Validierungen der Recovery-Prozesse dafür, dass diese auch wirksam sind und potenzielle Schwachstellen erkannt werden.
  • Disaster Recovery geht über die Datenwiederherstellung hinaus und konzentriert sich auf die Wiederherstellung der Geschäftsabläufe nach einem größeren Störfall, zum Beispiel nach einer Naturkatastrophe, einem Stromausfall oder einem Cyberangriff. Fertigungsunternehmen steht eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung, darunter redundante Hardware und Netzinfrastruktur, alternative Produktionsstandorte und Notstromsysteme. Ein umfassender Recovery-Plan für den Katastrophenfall sollte verschiedene Szenarien berücksichtigen, kritische Prozesse priorisieren und Kommunikationskanäle definieren, mit denen die Wiederherstellungsmaßnahmen effektiv koordiniert werden können.

Risiken und Bedrohungen: Warum Data Protection in der Fertigungsindustrie wichtig ist

Die Fertigungsindustrie ist mehreren Risiken und Bedrohungen für Daten ausgesetzt, welche die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit kritischer Informationen beeinträchtigen können. Dazu gehören unter anderem Produktspezifikationen, Produktionsdaten, Informationen zur Lieferkette und Kundendaten. Dies sind einige Beispiele für Risiken und Bedrohungen:

1. Cyberangriffe: Fertigungsunternehmen geraten zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen, die versuchen, Schwachstellen in den Systemen auszunutzen. Böswillige Akteure können Ransomware-Angriffe, Kompromittierungen oder Industriespionage durchführen, um sich unbefugt Zugriff auf sensible Daten zu verschaffen, Abläufe zu stören oder wertvolles geistiges Eigentum zu stehlen.

2. Physische Bedrohungen: Produktionsanlagen sind anfällig für physische Gefahren wie Naturkatastrophen, Brände, Stromausfälle oder Gerätefehler. Solche Vorfälle können zu Datenverlust führen, die Hardware und Infrastruktur beschädigen und wichtige Abläufe unterbrechen.

3. Bedrohungen durch Insider: Mitarbeiter:innen oder Auftragnehmer:innen mit Zugang zu sensiblen Informationen können ein Risiko für die Datensicherheit darstellen. Versehentliche oder vorsätzliche Handlungen von Insidern (z. B. Datendiebstahl, unbefugte Weitergabe von Daten oder Nachlässigkeit bei der Einhaltung von Sicherheitsprotokollen) können zu Datenkompromittierungen führen oder die Integrität von Fertigungsprozessen gefährden.

4. Schwachstellen der Lieferkette: Fertigungsprozesse sind häufig von komplexen Lieferketten mit mehreren Partnern und Lieferanten abhängig. Schwachstellen in der Lieferkette können bei Fertigungsunternehmen zu Datenkompromittierungen oder Unterbrechungen führen. Zudem kann es vorkommen, dass Drittanbieter unzureichende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen oder versehentlich Malware bzw. kompromittierte Komponenten in das Fertigungsökosystem einschleusen.

5. Datenverlust oder -beschädigung: Menschliche Fehler, technisches Versagen oder Softwareprobleme können zum Verlust oder zur Beschädigung von Daten führen. Fertigungsunternehmen erzeugen enorme Datenmengen, deren Verlust bei unzureichenden Backup- oder Schutzmaßnahmen gravierende Folgen für die Produktion, Qualitätskontrolle und Entscheidungsprozesse haben kann.

6. Einhaltung von Vorschriften: Fertigungsunternehmen müssen gesetzliche oder branchenspezifische Vorschriften für Datensicherheit und den Schutz von personenbezogenen Daten und geistigem Eigentum einhalten. Verstöße gegen diese Bestimmungen können rechtliche und finanzielle Sanktionen nach sich ziehen und den Ruf des Unternehmens schädigen.

Die Bedeutung von Daten-Backup-Lösungen

Aus den folgenden Gründen sollten Fertigungsunternehmen über einen Backup-Plan (basierend auf bewährten Backup-Lösungen und Technologien) verfügen, mit dem sie diese Risiken und Bedrohungen minimieren können:

1. Schutz vor Datenverlust: Fertigungsunternehmen erzeugen enorme Datenmengen (z. B. Produktspezifikationen, Produktionspläne, Bestandsverwaltung, Kundenaufträge und Aufzeichnungen für die Qualitätskontrolle), die für den täglichen Betrieb und Entscheidungsprozesse unverzichtbar sind. Datenverlust kann beispielsweise durch Hardware-Ausfälle, menschliche Fehler, Cyberangriffe und Naturkatastrophen verursacht werden.

Ein Backup-Plan ist wie ein Sicherheitsnetz, denn hierbei werden Kopien wichtiger Daten angelegt und sicher aufbewahrt, sodass die Originaldaten, die kompromittiert wurden oder verloren gegangen sind, aus den Backup-Kopien wiederhergestellt werden können.

2. Geschäftskontinuität: Im Falle eines Datenverlusts oder Systemausfalls sorgt ein solider Backup-Plan dafür, dass wichtige Informationen schnell wiederhergestellt werden können, sodass Ausfallzeiten minimiert und Abläufe zügig wieder aufgenommen werden können. Dies hilft den Fertigungsunternehmen, die Geschäftskontinuität zu gewährleisten, Kundenbestellungen zu erfüllen und erhebliche Finanzverluste zu verhindern.

3. Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: Die Fertigungsindustrie unterliegt verschiedenen Vorschriften für den Schutz von personenbezogenen Daten und geistigem Eigentum sowie branchenspezifischen Standards. Um diese Vorgaben einhalten zu können, ist ein Backup-Plan unerlässlich. Mit ihm zeigt das Unternehmen seinen Einsatz für den Schutz sensibler Informationen, die Bewahrung von Datenintegrität sowie die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen. Compliance-Verstöße können schwerwiegende Folgen wie rechtliche Sanktionen, Rufschädigung und den Verlust von Geschäftschancen haben.

4. Minimierung von Risiken und Bedrohungen: Die Fertigungsindustrie muss sich vor Risiken und Bedrohungen wie Cyberangriffen, Insider-Bedrohungen und Katastrophenfälle schützen. Durch die Implementierung eines Backup-Plans können Fertigungsunternehmen diese Risiken und deren Folgen minimieren. Backups bieten bei Datenkompromittierungen, Ransomware-Angriffen und Geräteausfällen wirksamen Schutz, da sie im Falle einer Störung genutzt werden können, um die Abläufe wiederherzustellen und Risiken zu reduzieren.

5. Unterstützung bei Entscheidungsprozessen und Analysen: In der Fertigungsindustrie werden Daten dringend benötigt, um fundierte Entscheidungen treffen, Prozesse optimieren und kontinuierliche Verbesserungen umsetzen zu können. Für die Analyse von Produktionstrends, die Identifizierung von Ineffizienzen und die Umsetzung von Qualitätskontrollmaßnahmen werden genaue und zuverlässige Daten benötigt. Ein Backup-Plan sorgt dafür, dass historische Daten erhalten bleiben, sodass das Unternehmen weiterhin Zugang zu wertvollen Informationen für strategische Planungen, Voraussagen und Leistungsbewertungen hat.

Best Practices für Backups in der Fertigungsindustrie

Folgende Strategien gehören zu den Best Practices für Daten-Backups in der Fertigungsindustrie:

1. Regelmäßige, automatisierte Backups: Führen Sie regelmäßig automatisierte Backups durch, um wichtige Daten rechtzeitig zu schützen. Um zu ermitteln, welche Backup-Intervalle angemessen sind, sollten Sie prüfen, wie häufig sich die Daten ändern und welche Folgen ein potenzieller Datenverlust hätte. Für äußerst dynamische Daten empfehlen sich Echtzeit- oder kontinuierliche Backups.

2. Redundanter Storage: Nutzen Sie sowohl lokale Storage-Optionen als auch Storage außerhalb des Firmenstandorts, um die Datenverfügbarkeit zu verbessern und sich vor physischen Bedrohungen (z. B Feuer, Überschwemmungen oder Geräteausfälle) zu schützen. Eine Kombination von lokalen und Remote-Backups sowie Cloud-basiertem Storage gewährleistet Datenresilienz und schnelle Recovery-Optionen.

3. Inkrementelle und vollständige Backups: Kombinieren Sie inkrementelle und vollständige Backups, um den Speicherplatzbedarf sowie den Zeitbedarf für den Backup-Prozess zu optimieren. Inkrementelle Backups erfassen nur Änderungen, die nach dem letzten Backup vorgenommen wurden, sodass die Dauer der Backup-Erstellung verkürzt und Speicherplatz gespart wird. Regelmäßige, vollständige Backups stellen sicher, dass immer eine vollständige Kopie der Daten vorliegt.

4. Datenverschlüsselung: Verschlüsseln Sie Backups während der Übertragung und Speicherung, um sensible Daten zu schützen. Mit Verschlüsselung verhindern Sie unbefugte Zugriffe sowie Kompromittierungen und gewährleisten so die Vertraulichkeit von Daten sowie die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen.

5. Backup außerhalb des Firmenstandorts: Bewahren Sie Backups außerhalb des Firmenstandorts auf, um sich vor standortspezifischen Katastrophen oder physischen Bedrohungen zu schützen, die lokale Backups beeinträchtigen könnten. Backups außerhalb des Firmenstandorts sollten möglichst räumlich getrennt vom Hauptrechenzentrum an sicheren Orten verwahrt werden.

6. Regelmäßige Tests und Prüfungen: Prüfen und testen Sie die Backup- und Datenwiederherstellungsprozesse, um die Integrität der Backup-Daten zu gewährleisten, Probleme oder Lücken in der Backup-Strategie zu finden und die Effektivität des Recovery-Prozesses zu verifizieren.

7. Ein dokumentierter Backup- und Recovery-Plan: Entwickeln Sie einen umfassenden Backup- und Recovery-Plan, der die Rollen, Zuständigkeiten, Aufgaben und Kontaktdaten wichtiger Personen enthält, die an den Backup- und Recovery-Prozessen beteiligt sind. Dokumentierte Pläne erleichtern die schnelle und effiziente Wiederherstellung in Krisenzeiten.

8. Sicherheits- und Zugriffskontrollen: Implementieren Sie angemessene Sicherheitsmaßnahmen und Zugriffskontrollen für Backup-Systeme und Storage-Orte, um unbefugten Zugriff oder die Manipulation von Backup-Daten zu verhindern.

9. Überwachung und Warnmeldungen: Setzen Sie Monitoring-Systeme ein, die die Backup-Aktivitäten überwachen, erfolgreiche Backups validieren und im Falle von Backup-Fehlern oder Problemen Warnungen ausgeben. Mit proaktiver Überwachung können Sie die Integrität und Effektivität der Backup-Lösung sicherstellen.

10. Mitarbeiterschulungen zur Steigerung des Sicherheitsbewusstseins: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter in Best Practices für Daten-Backups, Sicherheitsprozesse und zur Bedeutung von Data Protection. Fördern Sie eine Unternehmenskultur, die vom verantwortungsbewussten Umgang mit Daten geprägt ist.

Wenn Fertigungsunternehmen diese Best Practices für Daten-Backup befolgen, können sie die Data Protection verbessern, Ausfälle minimieren und die Verfügbarkeit sowie Wiederherstellbarkeit kritischer Daten im Falle einer Störung bzw. eines Datenverlusts gewährleisten.

Best Practices für Datenwiederherstellung in der Fertigungsindustrie

Folgende Strategien gehören zu den Best Practices für Datenwiederherstellung in der Fertigungsindustrie:

1. Klar definierte Recovery-Ziele: Setzen Sie sich klare Recovery-Ziele und legen Sie fest, welche kritischen Systeme und Daten zuerst wiederhergestellt werden sollen. Ermitteln Sie die RTOs (Recovery Time Objectives) und RPOs (Recovery Point Objectives) für unterschiedliche Datentypen. Dies unterstützt den Recovery-Prozess und gewährleistet die schnelle Wiederherstellung der wichtigsten Daten.

2. Ein zuverlässiges Backup-System: Implementieren Sie ein zuverlässiges und umfassendes Backup-System, das die Recovery-Ziele Ihres Unternehmens umsetzen kann. Testen und prüfen Sie Backups regelmäßig, um deren Integrität und Genauigkeit zu gewährleisten. Redundante Backup-Lösungen wie festplattenbasierte und Cloud-basierte Backups können die Datenverfügbarkeit und die Recovery-Optionen verbessern.

3. Recovery-Tests: Testen Sie regelmäßig die Recovery-Abläufe und überprüfen Sie die Effektivität des Recovery-Prozesses. Führen Sie Recovery-Übungen durch und simulieren Sie verschiedene Katastrophenszenarien, um potenzielle Lücken oder Schwachstellen im Recovery-Plan zu identifizieren. Bei den Tests wird geprüft, ob die Recovery-Systeme und -Prozesse erwartungsgemäß und im Ernstfall zuverlässig funktionieren.

4. Disaster Recovery-Plan: Erstellen Sie einen detaillierten Recovery-Plan, der die einzelnen Aufgaben sowie die Rollen und Zuständigkeiten der verschiedenen am Recovery-Prozess beteiligten Personen festlegt. Notieren Sie die Kontaktdaten der wichtigsten Ansprechpartner und Lieferanten, um eine klare Kommunikation in der Wiederherstellungsphase zu gewährleisten. Ein gut dokumentierter Plan erleichtert eine koordinierte und effiziente Reaktion im Krisenfall.

5. Priorisierte Recovery: Priorisieren Sie die Wiederherstellung kritischer Systeme und Daten, um Ausfallzeiten zu minimieren und die Folgen eines Datenverlusts zu mindern. Ermitteln Sie, welche Produktionssysteme, Kundendaten und welches geistige Eigentum zuerst wiederhergestellt werden müssen. Dadurch können Sie die wichtigsten Abläufe schnell wieder aufnehmen, sodass Fertigungsprozesse möglichst wenig beeinträchtigt werden.

6. Eine sichere Recovery-Umgebung: Sorgen Sie für eine sichere Recovery-Umgebung, die vor potenziellen Bedrohungen geschützt ist. Implementieren Sie geeignete Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Zugriffskontrollen, Verschlüsselung und Überwachung), um die wiederhergestellten Daten zu schützen und unbefugten Zugriff oder Manipulationen während des Recovery-Prozesses zu verhindern.

7. Datenvalidierung und Integritätsprüfungen: Prüfen Sie die wiederhergestellten Daten auf Integrität und Genauigkeit. Führen Sie Integritätsprüfungen (z. B. mit Prüfsummenverifizierungen oder Datenvalidierungsalgorithmen) durch, um zu bestätigen, dass die wiederhergestellten Daten mit den Originaldaten übereinstimmen und während des Recovery-Prozesses nicht beschädigt oder verändert wurden.

8. Kontinuierliche Verbesserung: Überprüfen und verbessern Sie den Datenwiederherstellungsprozess kontinuierlich auf der Basis der aus Recovery-Übungen, tatsächlichen Recovery-Ereignissen und neuen Technologien gewonnenen Erkenntnisse. Überarbeiten Sie den Recovery-Plan regelmäßig, um etwaige Änderungen an der IT-Infrastruktur, den Systemen oder den geschäftlichen Anforderungen zu berücksichtigen.

Wenn Fertigungsunternehmen diese Best Practices für Daten-Recovery befolgen, können sie die Wiederherstellung wichtiger Daten verbessern, Ausfälle minimieren und die Resilienz ihrer Abläufe im Falle von Datenverlust oder Störungen gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen

Welche Folgen hat es, wenn Unternehmen keine Backup-Strategie haben?

Eine fehlende Backup-Strategie kann für Fertigungsunternehmen zu Betriebsstörungen, Produktionsverzögerungen, verpassten Lieferterminen, unzufriedenen Kund:innen und potenziellen Geschäftsverlusten führen. Zudem kann es zu permanentem Datenverlust sowie zur Kompromittierung von wichtigen Daten und geistigem Eigentum kommen.

Mit anderen Worten: Eine fehlende Backup-Strategie birgt Risiken für das gesamte Unternehmen und beeinträchtigt die Geschäftskontinuität, das Kundenvertrauen und die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit.

Wie oft sollten Fertigungsunternehmen Backups durchführen?

Die Häufigkeit von Backups hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Menge an generierten Daten, der Wichtigkeit der Daten und dem hinnehmbaren Maß an Datenverlust im Störfall. Grundsätzlich sollten Fertigungsunternehmen bestrebt sein, regelmäßig Backups ihrer Daten anzulegen, um Data Protection zu gewährleisten und mögliche Verluste zu minimieren.

Kritische Daten, die sich ständig ändern (z. B. Echtzeit-Produktionsdaten oder Kundenaufträge), müssen häufiger gesichert werden. Idealerweise sollten die Backups in Echtzeit oder in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, damit der Datenverlust im Ernstfall minimiert wird. Dazu können kontinuierliche Datenreplikation oder automatisierte Backup-Lösungen eingesetzt werden.

Für weniger dynamische Daten (z. B. historische Aufzeichnungen oder archivierte Informationen) können Backups je nach Bedarf und Risiko seltener (z. B. täglich, wöchentlich oder monatlich) durchgeführt werden. Hier gilt es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Storage-Kosten und den möglichen Folgen eines Datenverlusts zu finden.

Wie schnell sollten Daten nach einer Katastrophe wiederhergestellt werden?

Eine gut konzipierte und getestete Disaster Recovery-Lösung sorgt im Idealfall für minimale Ausfallzeiten und eine schnelle Wiederherstellung. In einigen Fällen werden die Recovery Time Objectives (RTOs) und Recovery Point Objectives (RPOs) definiert, um konkrete Ziele für die Datenwiederherstellung zu erreichen. Dabei beschreibt die RTO die maximal tolerierbare Ausfallzeit, während sich die RPO auf die tolerierbare Menge an Datenverlust bezieht.

Bei kritischen Systemen und Daten streben Unternehmen häufig niedrige RTOs und RPOs an, um Abläufe schnell wiederherstellen und Datenverlust minimieren zu können. Je nach Infrastruktur und eingesetzter Backup-Technologie können die Wiederherstellungszeiten im Bereich von Minuten bis Stunden liegen.

Was sind die besten Backup-Lösungen für Fertigungsunternehmen?

Bei Backup-Lösungen in der Fertigungsindustrie müssen die jeweiligen Anforderungen der Branche berücksichtigt werden. Moderne Backup-Lösungen haben verschiedene Ansätze: lokal, außerhalb des Firmenstandorts, Cloud-basiert oder hybrid. In jedem Fall sollten sie die Möglichkeit bieten, ausgefallene OT-Server (unabhängig vom Grund des Ausfalls) sowie eine Vielzahl an Ersatzservern schnell wiederherzustellen, sodass geschäftskritische Produktionsabläufe zeitnah wieder aufgenommen werden können.

Acronis bietet in diesem Szenario einen echten Vorteil: Die Möglichkeit, ausgefallene Prozesssteuerungsserver in der Produktion innerhalb weniger Minuten aus Images des Betriebssystems, der Applikationen und Daten wiederherzustellen, die auf lokalen physischen Servern oder virtuellen Maschinen gespeichert sind. Zudem bietet Acronis umfassenden Backup-Support für viele gängige Server-Betriebssysteme, darunter ältere Versionen, die von den Anbietern nicht mehr unterstützt werden (z. B. Microsoft Windows XP), sowie unbeaufsichtigte Recovery-Modi wie Instant Restore. Daher bietet Acronis in diesem Szenario einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil. Wenn ein Prozesssteuerungsserver oder ein Kontrollserver für automatisierte Produktionsroboter ausfällt, kann Acronis einen sofort einsetzbaren Ersatzserver auf einem lokalen physischen Server oder einer virtuellen Maschine (VM) bereitstellen, sodass Ausfälle auf wenige Minuten reduziert werden.

Zusammenfassung

Lösungen für Backup, Recovery und Disaster Recovery sind für die Fertigungsindustrie äußerst wichtig, um wertvolle Informationen zu schützen, die Geschäftskontinuität zu gewährleisten und Ausfallzeiten zu minimieren.

Durch die Umsetzung solider Strategien und die regelmäßige Überprüfung der Effektivität können Fertigungsunternehmen ihre Systeme widerstandsfähig machen und potenzielle Risiken im Zusammenhang mit Datenverlust oder Betriebsstörungen minimieren.

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